1. Kreispolitiker sehen große Chancen durch die Landesgartenschau

    „Ganz Schaumburg sollte dahinterstehen“

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    Auf Initiative des SPD-Kreistagsabgeordneten Ralph Tegtmeier informierten sich Mitglieder der SPD/FDP-Gruppe im Kreistag, gemeinsam mit Landrat Jörg Farr, über die Planungen zur Landesgartenschau 2026 in Bad Nenndorf. Bauamtsleiterin Annette Stang und Benjamin Lotz, Geschäftsführer der Kur- und Tourismusgesellschaft, führten die Politikerinnen und Politiker in einem Rundgang über das geplante Ausstellungsgelände. Sie informierten die Gruppe gleichzeitig über die kaufmännische Umsetzung und Finanzierung der Landesgartenschau. Während des Rundgangs vom "Haus Kassel" aus durch den Zentralen Kurpark, den Landschaftspark, die Süntelbuchen- und Bubikopfallee, über den Kurpark Galenberg bis zum höchsten Punkt, dem sogenannten Tempelplatz, wo ein neuer Aussichtsturm entstehen soll, zeigten sich die Besucher stark beeindruckt von Bad Nenndorfs "grünem Herz". Auch sahen sie das Motto der Landesgartenschau "Quellen der Vielfalt" sehr passend, da das Staatsbad durch seine Quellen geprägt wird und Wasser ist das tragende Element sei. Bad Nenndorf möchte vom 19. April bis zum 18. Oktober 2026 auf einer Fläche von 29 Hektar mit einer vielfältigen gärtnerischen Leistungsschau, einem attraktiven Rahmenprogramm, Familienfreundlichkeit, Naturerlebnis in historischer Parkanlage sowie intelligenten Mobilitätslösungen begeistern. Hierbei soll kein zusätzlicher Pkw-Verkehr in die Innenstadt fließen, sondern an der B65, weit entfernt von jeder Wohnbebauung, abgefangen werden. Die Organisatoren rechnen "defensiv" mit 525.000 Besuchern und gehen von Gesamtinvestitionen in Höhe von etwa 28 Millionen Euro aus. Der Samtgemeinderat hat im September des vergangenen Jahres einen Eigenanteil von rund acht Millionen Euro hierfür genehmigt. "Die SPD-Kreistagsfraktion hatte bereits im Vorfeld der Bewerbung im Jahr 2019 beantragt, dass zur Unterstützung des Projektes jedes Jahr bis 2026 100.000 Euro im Kreishaushalt verankert werden", teilt die Kreistagsgruppe mit. Das Projekt stehe am Beginn und man habe vor Ort die Chance, den Ort weiterzuentwickeln. "Eine Chance nicht nur für die Samtgemeinde, sondern auch für den Landkreis", erklärte Ralph Tegtmeier nach dem Informationsbesuch. Es gäbe viele Fördertöpfe, die auch anderen Kommunen zur Verfügung stehen. Landrat Jörg Farr meint: "Bad Nenndorf hat viel zu bieten, es müssen Kooperationen unter anderem mit Stadthagen und Bückeburg entstehen." "Das Potential ist da. Es werden durch gewerbliche Ansiedlungen neue Optionen entstehen", meint der FDP-Kreistagsabgeordnete Dr. Lothar Biege. Er bezeichnete es als "mutig, selbst so viel Geld in die Hand zu nehmen". Es sei gut, so Biege weiter, wenn ganz Schaumburg dahintersteht und auch davon profitieren wird." Carsten Ruhnau hofft, "dass der ÖPNV zwischen den Gemeinden bis dahin verbessert wird, damit nicht alle mit dem Auto anreisen."

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