Schon länger arbeitet der Ortsverband Stadthagen des Technischen Hilfswerkes (THW) an den Planungen für den Bezug eines neuen Standortes. Jetzt hat die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) das ins Auge gefasste Gelände an der Dülwaldstraße als geeignet anerkannt. Der tatsächliche Baustart dürfte in zwei bis drei Jahren erfolgen. Er sei sehr froh, dass die Entwicklung jetzt zu diesem wichtigen Stand fortgeschritten sei, führte der THW-Ortsbeauftragte Bernhard Hercht aus. Der bisherige Standort am Sonnenbrink reiche nicht mehr aus. Man müsse den Immobilienbesitzern dankbar seien, dass er das Gelände über so lange Jahre dem Mieter THW zur Verfügung gestellt habe. Aber das Aufgabenspektrum des THW sei schon in den letzten Jahren ausgeweitet worden. Die ehrenamtlichen Helfer seien beispielsweise vor einigen Jahren intensiv eingebunden gewesen, als es galt, zahlreiche Flüchtlinge aus dem Raum Syrien rasch aufzunehmen und unterzubringen. Ebenso sei das Team im Rahmen der Eindämmung der Corona-Krise tätig geworden. Mit dieser Ausweitung der Tätigkeit sei es beispielsweise nötig, mehr Lagerraum zu haben, um das Material und das Werkzeug für solche Lagen zur Verfügung zu haben. So seien schon jetzt die Kapazitäten zu klein, manches auch nicht mehr zeitgemäß. "Klar ist auch, dass das Thema Zivilschutz nun wieder viel stärker in den Fokus rückt", hob Bernhard Hercht hervor. Vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine oder der Überschwemmungen an der Ahr bekomme das Thema einen neuen Stellenwert. Auch hier werde es zu einer Ausweitung des Aufgabenspektrums kommen. Dies fließe auch in die Planungen für den neuen Standort ein. Der Ortsverband habe die Möglichkeit, sich in diese einzubringen und arbeite daran intensiv seit mehreren Jahren. Nicht zuletzt vor diesem Hintergrund sei es für die ehrenamtlichen THW-Helfer des Ortsverbandes wichtig, dass nun Gewissheit über den Bezug des neuen Standortes herrsche. Das THW habe den Bedarf für den neuen Standort festgestellt und die BiMA habe das Gelände als geeignet befunden und den Kauf des Geländes an der Dülwaldstraße zugesagt. Dies bedeute allerdings nicht, dass der Baustart in naher Zukunft liege. Einerseits sei da die allgemeine Lage auf dem hochausgelasteten und von Materialengpässen geprägten Bausektor. Andererseits seien die Abstimmungsprozesse in der Bundesanstalt THW aufwändiger, als wenn es etwa um den Bau eines Feuerwehrhauses gehe, bei dem die Entscheidungs- und Planungsprozesse weitgehend auf örtlicher Ebene ablaufen. Die heimischen Bundestagsabgeordneten hätten in den vergangenen Jahren um das Projekt gekämpft, hier gelte es Dank zu sagen für die Unterstützung. Er rechne mit einem Spatenstich in etwas zwei oder drei Jahren, hielt Bernhard Hercht fest. Foto: archiv bb
-
„Zivilschutz rückt wieder stärker in den Fokus“
THW-Stadthagen zieht in den nächsten Jahren an die Dülwaldstraße
Dieser Eintrag wird bereitgestellt durch Schaumburger Wochenblatt | Impressum
