Hoher Besuch hat sich in der katholischen Pfarrgemeinde "Maria von Heiligen Rosenkranz" angesagt, mit den Filialkirchen in Hohnhorst, Lauenau und Rodenberg. Weihbischof Heinz-Günter Bongartz aus dem Hildesheimer Bistum kommt am Mittwoch, 27. April ins Staatsbad, um eine Visitation durchzuführen, die im Vorfeld aus der Gemeinde heraus inhaltlich vorbereitet wurde. Die Visitation ist der regelmäßige Besuche des Bischofs oder eines Beauftragten, um "nach dem Rechten" zu sehen und zusammen mit den Mitgliedern der Pfarrgemeinde Perspektiven für die Zukunft zu entwickeln. "Das ist die Grundlage für eine gute Unterstützung der Pfarrgemeinde seitens des Bistums", erklärte Pfarrer Michael Lerche seiner Gemeinde in den Gemeindeinformationen. "Der Bischof komme in der Visitation nicht, um uns zu kontrollieren, sondern uns im Glauben zu stärken." Wenigstens alle fünf Jahre ist eine Visitation nach dem Kirchenrecht der Römisch-Katholischen Kirche vorgesehen. Der Hildesheimer Diözesanbischof, Dr. Heiner Wilmer, hat eine neue Visitationsordnung erlassen. "Unser Dekanat gehört zu den ersten, die davon betroffen sind", so Lerche. Dazu gehöre konkret eine umfangreichere Vorbereitung, mit einer breiteren Beteiligung der Gemeinde. Damit möchte Bischof Wilmer "einen guten, zukunftsweisenden Prozess in der Pfarrgemeinde anstoßen, an dem möglichst viele teilhaben". Einen einführenden Abend mit vielen Vertretern der Gremien und Kirchorte sowie Vertretern aus dem Bistum, angeführt durch Generalvikariatsrat Dr. Christian Hennecke, dem Leiter der Hauptabteilung Pastoral, hat bereits stattgefunden. Themen hierbei waren beispielsweise die Stärken und Schwächen der Pfarrei sowie Herausforderungen und Konflikte. Vor der Visitation erhielt die Gemeinde außerdem den Auftrag, vier Fragen zu beantworten, die die Pfarrgemeinde im Anschluss dem Bischof zur Vorbereitung der Visitation zugestellt hat. Die Fragestellungen hießen: Wie glaubwürdig verkündet die Gemeinde den Glauben? Wo ist die Gemeinde attraktiv? Wo ist sie bei den Armen? Und: Welches sind die fünf zentralen Themen der Pfarrei? Hinzu kamen Sachfragen zu vorhandenen Immobilien, Rechtsfragen und Personal. Pfarrer Lerche: "Die Fragen der Gemeinde sind wesentlich darauf ausgerichtet, wie die Zukunft in der Gemeinde aussieht. Einmal die personelle Ausstattung und zum anderen auch, wie die Kirchenstandorte und die Immobilien erhalten bleiben können." Die Frage nach Stärken und Schwächen sowie Herausforderungen der Gemeinde werde ganz unterschiedlich eingeschätzt, erklärt der Gemeindeleiter und Kirchenvorstandsvorsitzende. "Die Ehrenamtlichen meinen, wir sind gut aufgestellt. Das wir den Kirchenstandort erhalten und etwas anbieten können. Ob das reicht, das ist eine andere Frage." Man stünde zusätzlich vor der Herausforderung, "nach der Corona-Pause die Gemeinde zu aktivieren". Diese Zeit sei ein "deutlicher Aderlass gewesen". Es sei schwer einzuschätzen, "wer wiederkommt und wer sich weiterhin in der Gemeinde engagieren wird". Davon hänge viel ab. "Wir müssen uns neu aufstellen." Am Tag der Visitation finden Gespräche mit den Mitarbeitern und dem Leitungsteam statt, ein Zusammentreffen mit Vertretern anderer Kirchen und der politischen Gemeinde, bevor er Einrichtungen und Initiativen besucht, ein Festgottesdienst mit der Gemeinde feiert und zur Begegnung mit allen Interessierten und der Gemeinde einlädt. "Mir liegt besonders am Herzen, dass die vier Kirchstandorte unserer Gemeinde erhalten bleiben. Hier haben wir uns bereits in den zurückliegenden Jahren bemüht, mit Unterstützung der Fördervereine für die Kirchen, die bauliche Instandsetzung und auch Modernisierung voranzutreiben, damit die Kirchstandorte weiterhin genutzt werden können. Und vor allem als Sakralraum erhalten bleiben."
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Visitation in der katholischen Gemeinde
Weihbischof Heinz-Günter Bongartz kommt im Auftrag vom Bistum Hildesheim
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