1. Verstärkung für die Selbsthilfe des Paritätischen

    Melanie Pineker bereichert „Junge Selbsthilfe“ und Bündnis gegen Depressionen

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    Die Selbsthilfekontaktstelle des Paritätischen Schaumburg freut sich über tatkräftige und motivierte Unterstützung: Melanie Pineker, 26 Jahre, Sozial- und Organisationspädagogin, verstärkt seit Januar das Team. Bereits 2017 hat die gebürtige Helpsenerin sich neben dem Studium in der Selbsthilfe des Paritätischen engagiert und wird sich künftig vermehrt für die "Junge Selbsthilfe" und im Schaumburger Bündnis gegen Depressionen kümmern. Ihr Schwerpunkt wird auf der Vernetzung und dem Ausbau der Selbsthilfearbeit liegen. Bisher waren die "Junge Selbsthilfe" und das Bündnis gegen Depressionen nicht miteinander verknüpft, mit der Förderfinanzierung der zusätzlichen Stelle für Pineker kann dieses Projekt nun angegangen werden, erläutert Claudia Walderbach, Leiterin der Kontaktstelle. "Mehr Vernetzung ist unbedingt notwendig, so können wir in unserem Sinne die Arbeit weiter streuen und bekannt machen", so Walderbach. "Wir wollen die Bündnisarbeit in die Köpfe und Herzen der Menschen bekommen und das Thema Depressionen und Suizidät aus der Tabu-Ecke herausholen". **Austausch fördern** Das Schaumburger Bündnis gegen Depressionen ist 2016 gegründet worden und besteht aus fünf Arbeitsgruppen zu verschiedenen Themen wie Depressionen, Flucht und ein höheres Lebensalter. Hier soll künftig der Austausch untereinander besser organisiert werden und gemeinsam die Öffentlichkeit erreicht werden. So ist unter anderem am 26. Juni auf dem Stadthäger Festival ein Stand geplant, an dem die Selbsthilfegruppen vertreten sein werden. "Ebenso möchten wir auch an die Schulen gehen mit dem Thema "Belastungen für Schüler" und hier Aufklärungs- und Präventionsarbeit leisten. Weiter wird der Fokus der Koordinierungsstelle auf Menschen mit psychischen Erkrankungen gelegt. "Das Bündnis gegen Depressionen ist für alle Altersstufen gedacht. Wir wollen weitere Verknüpfungen mit allen Selbsthilfegruppen und den Austausch fördern". Unter anderem an Seniorennachmittag, auf Messen und zum Welttag der Suizidprävention in September möchte sich die Selbsthilfe der Öffentlichkeit vorstellen. **Neue Selbsthilfegruppen gründen** "Zudem möchten wir auch ganz neue Gruppen gründen, beispielsweise Männer- und Frauengruppen oder spezielle Selbsthilfegruppen für Menschen, die gerade aus einer Tagesklinik entlassen wurden", so Pineker. Ebenfalls sei eine Gruppe zum Thema Diversität und Gender denkbar. "Menschen mit Identitätsproblemen erkranken häufiger an Depressionen", weiß Walderbach zu berichten. "Ein mittlerweile wichtiges Thema, auf das Wer gelegt werden sollte", fügt Pineker hinzu. **Junge Selbsthilfe** Die "Junge Selbsthilfe" wiederum ist ebenfalls offen für alle möglichen Themen wie Sucht, psychische Erkrankungen, Familie oder Partnerschaft. "In diesen freiwilligen Zusammenschlüssen, optional unter fachlicher Anleitung, geht es primär um den Austausch. Dabei ist das weit mehr als nur ein Stuhlkreis, sondern ein großes Repertoire, das sich auch Augenhöhe austauscht", erklärt Pineker. "Junge Menschen brauchen eine andere Form des Austausches, mit Abwechslung und Aktivitäten, die zusammenschweißen", stellt Walderbach heraus. Gutes Beispiel sei hier eine Stotterer-Gruppe aus Hannover, die sich für bestimmte Aufgaben "im Feld" treffen, um Personen anzusprechen und die Erfahrungen untereinander zu teilen. "So wird die Thematik verstanden und die Teilnehmer können daran wachsen. Zudem machen sie die Erfahrung: Ich bin nicht allein". **Großer Zugewinn** Die Verstärkung durch Melanie Pineker ist zunächst auf zwei Jahre befristet. In dieser Zeit wird sie als erste Ansprechpartnerin für das Schaumburger Bündnis für Depressionen und für die "Junge Selbsthilfe" fungieren. "Die Verstärkung durch Melanie Pineker ist eine totale Erleichterung und ein großer Zugewinn für uns. Wir freuen uns über den Generationenwechsel und wenn junge Menschen sich trauen, nach vorne zu gehen", konstatiert Claudia Walderbach. Melanie Pineker und die "Junge Selbsthilfe" sind über die Selbsthilfestelle des Paritätischen Schaumburg sind unter 05722-952223 sowie unter junge.selbsthilfe.schaumburg@paritaetischer.de zu erreichen. Das Bündnis gegen Depressionen ist weiter unter schaumburger-buendnis-gegen-depression@paritaetischer.de erreichbar sowie unter der oben erwähnten Telefonnummer. Sprechzeiten mittwochs von 8.30 bis 11.30 Uhr. Foto:nh

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