1. Bezahlbaren und barrierefreien Wohnraum gefordert

    Resolution mit deutlichen Worten eingebracht

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    Der Senioren- und Behindertenbeirat der Samtgemeinde Nenndorf sieht deutlichen Handlungsbedarf bei der Schaffung von bezahlbarem und barrierefreiem Wohnraum. Darüber informierte der Vorsitzende Jürgen Herdt diese Zeitung. Hier voranzukommen entschloss sich der Beirat, seinen Forderungen mit einer Resolution in den politischen Gremien und Verwaltungseinheiten Gehör zu verschaffen. "Das ist auch richtig und wichtig, dass der Seniorenbeirat diese Forderungen stellt, weil es tatsächlich ein Problem ist. Aber es ist nicht so, dass wir das Problem noch nicht erkannt haben und nicht schon in Politik und Verwaltung bei Planungen mitdenken", erklärt Samtgemeindebürgermeister Mike Schmidt auf Anfrage. Die Resolution gliedert sich in mehrere Forderungen. So sollen Maßnahmen ergriffen werden, um Wohnraum für alle Bevölkerungsgruppen dauerhaft vorzuhalten. "Besonders für Menschen, die von Armut betroffen sind und für Menschen, die barrierefreie Wohnungen benötigen." Dementsprechend sollten die Wohnungsgrößen an die Bedürfnisse der Menschen angepasst sein. "Die Menschen müssen die kommunalen Einrichtungen wie Schule, Kindergarten, Ärzte sowie Geschäfte gut erreichen können." Die Herstellung und der Zugang zu Wohnraum sowie der Umgang mit Grund und Boden sollen demnach nicht dem freien Markt überlassen werden. Die Resolution mündet in zwei deutliche Aufforderungen an die Verantwortlichen. Sie sollen endlich etwas tun, "um die prekäre Situation auf dem hiesigen Wohnungsmarkt zu verbessern". Und: "Gründen Sie eine kommunale Wohnungsbaugesellschaft oder schließen sich einer bestehenden an." Die Adressaten dieser Resolution sind die Samtgemeinde Nenndorf, die Stadt Bad Nenndorf, die Gemeinden Hohnhorst, Haste, Suthfeld. Außerdem die Fraktionen der kommunalen Räte, der Landkreis Schaumburg, der Kreisseniorenrat und der Kreisbehindertenrat Schaumburg. Mit dem vorhandenen Wohnraumversorgungskonzept, das seit 2018 bestehe, habe man allen Zuständigen bereits "ins Buch geschrieben", nicht nur für große Wohnungen zu sorgen, sondern auch für kleinere, bezahlbare Wohnungen", erklärt Schmidt. "Das ist genau das, was mit der Resolution gefordert wird." Bei allen Wohnflächen die jetzt entwickelt würden, achte man auf diese Kriterien. Darüber hinaus stünde sozialer Wohnraum in der Stadt Bad Nenndorf durch die Samtgemeinde zur Verfügung. "Und wir haben die sogenannten Deisterhäuser, die Mehrfamilienhäuser als sozialer Wohnraum hinter dem Rathaus", schildert Schmidt weiter. Die seien alt und abgängig. Daher habe man vor, diese "in den nächsten zwei bis drei Jahren wegzureißen um Platz zu schaffen. "Als Stadt wollen wir dort, mit einer eigenen kommunalen Entwicklungsgesellschaft, die wir gründen wollen, neuen sozialen Wohnraum zu schaffen." Schmidt kündigte gegenüber dieser Zeitung an, alle genannten Punkte dem Senioren- und Behindertenbeirat in einer Antwort entsprechend mitzuteilen.

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