1. „Was ich schon immer mal sagen wollte…“

    Führerschein weg für Müllsünder!

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    Deutschland ist Weltmeister im Mülltrennen - Müllentsorgung im Wald und am Straßenrand empfinde ich als mindestens unsozial, manchmal sogar als kriminell! Zurzeit werden in vielen Gemeinden im Schaumburger Land Müllsammelaktionen organisiert und durchgeführt. Ein großes Lob an alle, die ehrenamtlich daran teilnehmen! Aber - ist es nicht ein Trauerspiel, dass solche Aktionen überhaupt notwendig sind? Die Entsorgung von Abfällen und Müll ist in Deutschland nahezu perfekt organisiert - und das gilt für alles, was wir fortwerfen. Das Trennsystem ist ausgeklügelt, vieles wird wiederverwertet oder aber zumindest für Energiegewinnung, Stichwort "Thermische Verwertung", genutzt. Die AWS hat Recyclinghöfe in Bad Nenndorf, Bückeburg, Rinteln und Nienstädt eingerichtet, außerdem das Entsorgungszentrum in Sachsenhagen. Niemand, auch nicht in Schaumburg, kann also für sich in Anspruch nehmen, nicht zu wissen, wohin mit seinen Abfällen. Mittlerweile müssen sogar Geschäfte bestimmte Verpackungen zurücknehmen, wenn die Ware dort gekauft wurde. Wenn ich den Gründen für das Entsorgen in der Natur nachgehe, dann komme ich unweigerlich zum Thema Kosten. Selbstverständlich kostet Müllentsorgung Geld und der Verursacher sollte auch dafür bezahlen müssen und nicht die Allgemeinheit. Es ist, zurückhaltend ausgedrückt, zumindest unsozial, seinen Müll irgendwo wegzuwerfen. Wenn dann Einkaufstaschen mit Haushaltsmüll und sogar Kühlschränke, Kanister mit irgendwelchen Chemikalien oder ganze Fahrzeugwracks im Wald entsorgt werden, dann platzt mir der Kragen. Die Täter handeln kriminell und sind Straftäter. Für mich beginnt das unverständliche Verhalten bereits mit dem ausgespuckten Kaugummi in der Fußgängerzone (eklig) und der aus dem Autofenster geworfenen Kippe (gefährlich). Mal abgesehen davon, dass zurzeit wieder einmal eine erhöhte Brandgefahr besteht, landen damit täglich zehntausende von schwer verrottbaren Zigarettenresten mit Schadstoffen in der Botanik und können damit sogar das Grundwasser verseuchen, laut NABU bis zu 60 Litern mit einem einzigen Zigarettenstummel. Kaufen Sie bitte ein Auto mit Aschenbecher und benutzen Sie diesen auch, wenn Sie im Auto rauchen wollen! Das wünschen sich im Übrigen sicherlich auch alle Cabriofahrer und Biker. Schaut man einmal entlang der Einfallstraßen unserer Städte, findet man jeden Tag Verpackungsmüll von Schnellrestaurants. Es kostet noch nicht einmal Geld, diesen in einem Mülleimer zu entsorgen - eine ausgesprochene Frechheit, diese nicht zu nutzen! Die meisten Taten, kleine wie große, werden im Zusammenhang mit dem Fahrzeug begangen. Egal, ob nur die Kippe aus dem Fenster geworfen, oder ein Stapel Altreifen im Wald entsorgt wird. Ich habe da eine innovative Idee: Der Gesetzgeber sollte neben dem Bußgeld für jeden Täter ein 4-wöchiges Fahrverbot verhängen. Ich glaube, das bringt mehr als die Bußgelder und hat einen echten Erziehungseffekt - und bei Wiederholungstätern auch mal für zwei oder drei Monate einen Führerscheinentzug. In den Jahren 2020 und 2021 verhängte der Landkreis Schaumburg bei knapp 50 Ordnungswidrigkeitenanzeigen etwas über 6.000 € an Bußgeldern (Quelle: Pressestelle des LK). Ob das bei den Verursachern einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat, bezweifele ich. Letztendlich noch ein Wort zu den Hundebesitzern, und ich weiß, wovon ich spreche, wir waren selbst welche. Nehmen Sie doch einfach eine Tüte oder irgendetwas anderes beim Gassigehen mit. Niemandem würde es gefallen, wenn ein Spaziergänger in seinen Vorgarten pinkelt (siehe auch "Pinkelprinz" Ernst August von Hannover auf der Expo 2000). Den Hundehaufen lässt man aber einfach liegen, egal, ob in Nachbars Vorgarten oder in der Fußgängerzone. Ihr Axel Bergmann

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