1. Gedanken zum Weltwassertag

    Pfarrerin Martina Nolte-Bläcker, Dienstsitz im AGAPLESION EV. KLINIKUM SCHAUMBURG

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    Am 22. März haben wir in dieser Woche den Weltwassertag gefeiert. Während es für uns selbstverständlich ist, jeden Tag sauberes Wasser zum Trinken, Kochen oder Duschen nutzen zu können, ist dies für viele Menschen auf dieser Welt ein großes Problem oder gar nicht möglich. Millionen von Menschen weltweit leiden unter Wasserknappheit, den Folgen des Klimawandels und mangelnder Sanitärversorgung. Wasser ist aber ein elementarer, lebensnotwendiger Bestandteil unseres Lebens. Wasser ist deshalb auch ein Menschenrecht. "Wasser und Sanitärversorgung für alle" gehört zu den Zielen der UN für eine nachhaltige Entwicklung unsrer Erde. Doch Kinder und Frauen in Afrika sind täglich oft viele Stunden unterwegs, nur um an einer Wasserstelle oder einem Brunnen, Wasser zu holen. Oft ist das Wasser mit Keimen und Bakterien verunreinigt und kann ihre Gesundheit gefährden. Der Klimawandel, der insbesondere die Menschen in Ländern des östlichen und südlichen Afrikas bereits mit extremer Dürre getroffen hat, führt dazu, dass ihre Felder vertrocknen und sie durch die Ernteausfälle von Hunger bedroht sind. Auch Kriege, wie in Syrien, zerstören den Zugang zu sauberem Wasser. In der Ukraine, so hören wir, ist das Leben der Menschen in Mariupol derzeit auch durch die Zerstörung der Wasserversorgung bedroht. Hilfsorganisationen wie die Diakonie Katastrophenhilfe oder UNICEF bekämpfen nicht nur den akuten Wasser-mangel in Kriegs- und Katastrophengebieten durch tägliche Wasser-Notlieferungen, sondern engagieren sich vor allem für den Aufbau einer dauerhaften Wasserversorgung und für die Reparatur von Infrastruktur oder Brunnen. Technische Entwicklungen können dabei weiterhelfen, wie z.B. solarbetriebene Pumpen, die u.a. in Malawi installiert werden, um die Menschen auf zukünftige Notsituationen vorzubereiten. Denn Solarpumpen reichen tiefer in den Boden und sichern für die Menschen auch während einer Dürre und sinkendem Grundwasserspielgel, den Zugang zu Wasser. Jesus selbst hat sich mit den leidenden Menschen in dieser Welt gleichgestellt und uns aufgerufen, ihre elementare Not zu lindern. Er sagt: " Ich bin durstig gewesen und ihr habt mir zu trinken gegeben! ! ( Mt. 25, 35 ). Und Gott verspricht uns seine Nähe, seine Hilfe und seinen Segen, wenn wir unseren Mitmenschen in der Not beistehen und sie in ihren Rechten unterstützen, wenn die Not der Durstigen und Hungernden dieser Welt unser Herz erreicht: "Dann wist du rufen und Gott wird dir antworten…und du wirst sein wie ein bewässerter Garten und wie eine Wasserquelle, der es nie an Wasser fehlt." ( Jesaja 58, 9 -11)

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