Am 8. März ist Internationale Frauentag. Der diesjährige Tag steht unter dem Motto "#BreakTheBias". Die Initiator:innen rufen damit auf, eine Welt frei von Stereotypen, Vorurteilen und Diskriminierung zu erschaffen, die vielfältig, gleichberechtigt und integrativ ist und in der Unterschiede gewürdigt und gefeiert werden. Wir haben diesen Tag zum Anlass gewählt, um mit den hauptberuflichen Bürgermeisterinnen im Landkreis Schaumburg über Gleichberechtigung und besondere Angebote ausschließlich für Frauen zu sprechen. Zudem wagen die Verwaltungschefinnen einen Ausblick, wohin unser Land sich entwickeln müsste, um eine Gleichberechtigung in der Gesellschaft zu realisieren. Seit vergangenen Jahr ist Dörte Worm-Kressin Bürgermeisterin und Verwaltungschefin der Stadt Obernkirchen mit rund 9240 Bürgerinnen und Bürgern - davor war sie die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt. In der Obernkircher Verwaltung arbeiten 70 Prozent Frauen, davon sind rund 30 Prozent in Vollzeit und 70 Prozent in Teilzeit beschäftigt. Die Obernkirchener Angebote für Frauen haben sich durch die Corona-Pandemie stark reduziert, informiert Dörte Wom-Kressin. "Für Frauen gab es lange Zeit Frühstücksrunden über die evangelische Kirche. Es gibt aber auch spezielle Angebot für Mädchen und Frauen über die Sportvereine und es gibt eine "Frauen-Runde" für geflüchtete Frauen und Mädchen in Obernkirchen. Wir sind gut vernetzt im Landkreis, sodass wir unter anderem mit Beratungsinstitutionen wie BASTA zusammenarbeiten. So können wir Frauen, die sich aus unterschiedlichen Beweggründen an uns wenden, zielgerichtet weiterhelfen. In Obernkirchen suchen wir derzeit eine engagierte Frau für die Tätigkeit einer ehrenamtlichen Gleichstellungsbeauftragten". Interessierte Frauen können sich direkt bei Dörte Worm-Kressin melden. Für die Obernkirchener Bürgermeisterin ist klar: "Menschen sollten unabhängig von ihrem Geschlecht, ihrer Herkunft und ihrer Weltanschauung die gleichen Chancen und Möglichkeiten erhalten, sich an gesellschaftlichen Prozessen zu beteiligen. Oft ist die aber nicht ausreichend der Fall. Gerade im politischen Engagement sind Frauen immer noch unterrepräsentiert. Um hier die passenden Lösungen zu finden und umzusetzen, ist es erforderlich, dass alle Mitglieder der Gesellschaft gesehen werden. Das diesjährige Thema des Weltfrauentages soll statistische Prozesse aufbrechen und die Vielfalt der Möglichkeiten für die freie Entwicklung aller Menschen in den Fokus rückt. Yes we can and yes we do! - Meine Vision ist, dass dies eine wirkliche Selbstverständlichkeit wird, im aktiven Sein und in der Akzeptanz durch Dritte!". Foto:nh
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Für eine Welt frei von Stereotypen und Vorurteilen
Hauptamtliche Bürgermeisterinnen teilen zum Weltfrauentag ihre Vision zur Gleichberechtigung
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