1. „Das Netzwerk glüht, die Drähte laufen heiß“

    Erster Kreisrat Klaus Heimann ist überwältigt von der Hilfsbereitschaft der Schaumburgerinnen und Schaumburg

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    Der Koordinierungsstab beim Landkreis Schaumburg arbeitet auf Hochtouren, um dem erwarteten Flüchtlingszustrom mit funktionierenden Strukturen und zielgerichteten Hilfen zu begegnen. "In allererster Linie sind für uns funktionierende Soforthilfen, wie Unterkunft, Versorgung und Kleidung wichtig", beschreibt Andrea Stüdemann, Ordnungsdezernentin beim Landkreis die derzeitigen Überlegungen. Nachdem die Landkreisbehörde die email-Adresse: wohnraum.ukraine@schaumburg.de eingerichtet und freigeschaltet hatte, waren innerhalb von nicht einmal 12 Stunden über 30 Angebote von Privatleuten eingegangen. Bis Donnerstagnachmittag war die Zahl der Angebote auf über 60 angewachsen. Dabei sind auch 6 größere Objekte, in denen dann auch größere Gruppen zumindest vorläufig untergebracht werden können. Die Not der Flüchtenden macht die Schaumburger Bevölkerung betroffen. "Die Hilfsbereitschaft der Menschen in Schaumburg ist überwältigend und geht weit über das bisher Erlebte hinaus", betont der Erste Kreisrat Klaus Heimann. Neben der großen Resonanz auf die Nachfrage nach privatem Wohnraum, hebt er das enorme Engagement der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer besonders hervor. Die Mitglieder des DRK, der Feuerwehren, der AWO, der Kirchen, der Wohlfahrtsverbände und weiterer Initiativen aus den Vereinen und Dorfgemeinschaften leisten an allen Stellen hervorragende Arbeit. Bei den Initiativen Lüdersfeld, der Initiative Lebenshilfe Rinteln und Bückeburg und auch der Initiative Schloß Baum, in der Landeskirche und jüdische Gemeinde sich engagieren, sind bereits eingetroffene Flüchtlinge untergebracht. Der Koordinierungsstab beim Landkreis hat sehr schnell eine funktionierende Struktur aufgebaut, um den erwarteten Zustrom der Menschen auch unter sozialen Aspekten auf die Kommunen verteilen zu können. In Abstimmung mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern der Städte und Gemeinden sind Koordinatoren benannt, die den direkten Draht zum Landkreis halten. "Um einen möglichst genauen Überblick über die Zahl derjenigen Flüchtlinge zu bekommen, die nicht über die Landesaufnahmebehörde Niedersachsen (LabNi) zugewiesen werden, bitten wir darum, dass sich diese Menschen direkt bei den Einwohnermeldeämtern ihrer Stadt oder Gemeinde melden", bittet Dezernentin Andrea Stüdemann. Das gilt natürlich nur für die Ukrainer, die zunächst in Schaumburg bleiben. Wenn unser Landkreis nur eine Zwischenstation zu einem anderen Ziel, an dem beispielsweise Angehörige oder Freunde wohnen sein soll, dann ist die Anmeldung entbehrlich. Im Augenblick ist die Zahl der ankommenden Flüchtlinge noch sehr überschaubar. "Wir gehen davon aus, dass unser Bestand von über 260 Wohnungen plus den zusätzlichen Privatangeboten in den kommenden zwei Wochen belegt ist," prognostiziert Heimann, "Wir bitten daher auch weiterhin um Wohnraumangebote!" Hier finden Sie noch einmal zusammengefasst die wichtigsten email-Adressen und Telefonnummern: Wohnraumangebote: wohnraum.ukraine@schaumburg.de Allgemeine Fragen: hilfe.ukraine@schaumburg.de oder telefonisch dienstags, 15.00 Uhr - 17.00 Uhr 05721/703-1500 bei leistungsrechtlichen Fragen: 05721/703-4201 bei ausländerrechtlichen Fragen: 05721/703-1165 Sachspenden werden erbeten an das DRK Schaumburg, in Bückeburg im Kleidershop Ernst-Kestner-Str. 8 und beim Ortsverein Scheier Str. 28, in Stadthagen, Kleiderkammer in der Gubener Str. 11, in Rinteln im Kleidershop Bahnhofsweg 2.

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