1. „Viele innovative Projekte und Initiativen für die Energiewende“

    Ministerpräsident Stephan Weil besucht die Energieagentur Schaumburg in Stadthagen

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    LANDKREIS/STADTHAGEN (bb). Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil hat sich als erster offizieller Besucher einen Eindruck von der neu gegründeten Energieagentur Schaumburg in Stadthagen verschafft. Der Ministerpräsident erhielt einen Einblick in die Tätigkeit des Agentur, darunter auch zum Thema Wasserstoffnutzung mit angepeilten Projekten wie dem Aufbau einer Photovoltaik-Anlage auf der Georgschacht-Halde und dem Einsatz erster wasserstoffbetriebener LKW. Die vom Land Niedersachsen geförderte Agentur wurde im vergangenen Jahr zur Intensivierung und Verstetigung der Aktivitäten im Landkreis für den Klimaschutz und die Umsetzung der Energiewende gegründet (wie berichtet). Landrat Jörg Farr stellte die Entwicklung der Klimaschutzaktivitäten der letzten 10 Jahre dar. Nach der Verabschiedung des ersten Klimaschutzkonzepts, dem Aufbau der Leitstelle Klimaschutz, der Teilnahme am Masterplan für den Klimaschutz und der erfolgreichen Bewerbung für die Wasserstoffinitiative des Bundes sei die Zeit reif gewesen für die Gründung der Energieagentur. "Es war ein folgerichtiger und konsequenter Schritt, die Energieagentur zum jetzigen Zeitpunkt an den Start zu bringen," bekräftigte Farr. Der Geschäftsführer der Agentur, Horst Roch, stellte die Aufgaben und Ziele der Agentur vor. Er freue sich darüber, dass es trotz der angespannten Situation am Arbeitsmarkt gelungen sei, gute Fachkräfte für die drei Einsatzbereiche Bürgerschaft, Kommunen und Unternehmen zu finden, so Roch. Ein weiterer Schwerpunkt für den Besuch des Ministerpräsidenten waren die Aktivitäten rund um das Thema Wasserstoff im Landkreis. Der Landkreis Schaumburg gehört mit der erfolgreichen Teilnahme am "HyStarter"-Projekt, ein Förderwettbewerb des Bundes¬verkehrs-ministeriums, zu den Wasserstoffregionen in Deutschland. Hierbei ging es um die Analyse der Potentiale für eine Wasserstoffnutzung zur Unterstützung der Energiewende. Im Verlauf entstand ein Netzwerk von interessierten Akteuren. Zur Unterstützung und Koordinierung der weiteren Entwicklung hat der Kreistag mittlerweile eine zusätzliche Personalstelle genehmigt und der Energieagentur zugewiesen. Martin Wilkening, der neu eingestellte "Wasserstoffmanager", präsentierte den aktuellen Stand der Wasserstoffregion Schaumburg. Geplant sind verschieden Projekte, zum Beispiel die Erzeugung von Wasserstoff aus organischen Reststoffen, der Einsatz erster wasserstoffbetriebener LKW entlang der A2 sowie der Ausbau von Photovoltaik im Bereich der Halde Georgschacht. Diese soll in einem zweiten Schritt ebenfalls der Erzeugung von grünem Wasserstoff dienen. "Die Transformation des ehemaligen Kohlestandorts zu einer Produktionsstätte grüner Energie wäre ein gelungener Bestandteil der Energiewende", unterstrich Wilkening. Darüber hinaus wurde die strategische Ausrichtung des Landkreises sowie die Möglichkeiten zur überregionalen Vernetzung vorgestellt. Als weiteres konkretes Projekt stellte Sascha Backhaus, Firma Ahrens Solartechnik, die Planungen zum Endlos-Energie-Zentrum Schaumburg vor, das in diesem Jahr in die Umsetzung gehen soll. Ministerpräsident Stephan Weil zeigte sich beeindruckt von den Aktivitäten im Landkreis. Dem Landkreis gelinge es offensichtlich, den Strukturwandel der vergangenen Jahrzehnte gut zu meistern. "Ich erlebe hier viele innovative Projekte und Initiativen", so der Ministerpräsident. Ursprünglich war geplant, zum Jahresanfang einer Einweihungsfeier zu laden, wie der Landkreis in einer Pressemitteilung festhält. Wegen der aktuellen Pandemielage sei aber auf einen späteren Zeitpunkt verschoben worden. Der Besuch zum Kennenlernen und zum informativen Austausch habe deshalb in kleiner Runde und unter 2G-plus-Regeln stattgefunden. Foto: privat

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