Ich weiß nicht, wie es ihnen geht, aber ich persönlich bin froh, dass die Länge des Tageslichtes gegenüber der Dunkelheit des Abends und der Nacht nun wieder zunimmt. Allein in den vergangenen vier Wochen bis heute haben wir laut einem Abreißkalender mit christlichen Andachten und den dort verzeichneten Zeiten zum Sonnenaufgang und Sonnenuntergang ein Mehr an Tageslicht von gut einer Stunde hinzugewonnen. Natürlich hat auch die dunkle Jahreszeit ihren Reiz. Gerade im Dezember in der Adventszeit schmücken wir unsere Fenster, Häuser und Vorgärten mit stimmungsvollem und mitunter sehr fantasievollem Lichterglanz. Im Haus zünden wir Kerzen an und erfreuen uns an deren warmen Schein. Dennoch erinnere ich mich, wie schwer es mir immer wieder fiel, über einen, zumindest gefühlten, langen Zeitraum im Jahr morgens im Dunklen das Haus zu verlassen, um meiner Arbeit nachzugehen, und abends dann auch wieder im Dunklen zurückzukehren. Sicher empfindet jeder Mensch den Umgang mit Licht und Dunkelheit sehr individuell und geht damit für sich persönlich entsprechend pfleglich um. Aber auf jeden Fall wirkt sich die Lichtmenge, die wir bekommen, irgendwie auf unsere Stimmungen aus, so verschieden diese auch sein mögen. Und nicht umsonst verwenden wir hin und wieder die Redewendung: "Im Licht der Wahrheit oder der Umstände betrachtet… "wenn wir uns über bestimmte Fragen Klarheit verschaffen wollen oder dieses getan haben, wenn wir also Licht ins Dunkel unserer Fragen gebracht haben. Licht ist in unserem Leben, für unsere Gefühle, für unsere Seele und auch für unsere Gesundheit ein nicht zu unterschätzender wichtiger Faktor. Es gibt aber noch eine weitere, oder auch ausdrücklich "die", Lichtquelle. Diese Lichtquelle, die ich meine, ist weder abhängig von vorhandenem Strom oder von Jahreszeiten. Diese Lichtquelle ist das Wort des lebendigen Gottes, des Schöpfers des Himmels und der Erde. ER ist es auch, der das Licht und die Dunkelheit gemacht hat und das Licht "Tag" und die Dunkelheit "Nacht" genannt hat (aufgeschrieben ganz zu Anfang in der Bibel in der Schöpfungsgeschichte im 1.Buch Mose, Kapitel 1, Verse 3-5). Die Kraft und Orientierung durch das Wort Gottes, welches sogar Licht erschaffen und von der Dunkelheit unterscheiden kann, mag uns so zum Begleiter werden und unseren Lebensweg erhellen. Die meisten Autofahrer wollen bestimmt nicht mehr gerne auf die Vorzüge eines Navigationsgerätes in ihrem Auto verzichten, wenn sie sich in unbekannten Gegenden bewegen. Das sogenannte "Navi" führt und leitet uns auf den richtigen Straßen bis an unser gewünschtes Ziel, auch wenn uns der Weg dorthin unbekannt ist. Und auch wenn wir in der Dunkelheit unterwegs sind, so können wir den Weg dank der Scheinwerfer am Auto doch erkennen und uns sicher vorwärtsbewegen. Solche "Navigationshilfen" sind gar nicht so neu wie wir meinen. Genaugenommen finden wir sie bereits in Gottes Wort, in der Bibel, im Alten Testament. Im 119. Psalm im Vers 105 lesen wir: "Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege". Mit dieser Navigations- oder Orientierungshilfe können wir uns in der sicheren Geborgenheit der Liebe und der Führung Gottes zum Ziel unseres Lebens bewegen. Darum hat Gott diese (Über-)Lebenszusage durch den Evangelisten (und Jünger Jesu) Johannes schwarz auf weiß für uns in die Bibel, Gottes Wort, schreiben lassen, wie wir es im Johannesevangelium, Kapitel 3 im 16.Vers nachlesen können: "Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen (einzigen) Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben". Nun heißt das nicht, dass wir immer ungehindert und auf geradem Weg, unbehelligt von Schwierigkeiten, zielstrebig durch unser Leben marschieren. Die Lebenserfahrung lehrt jeden von uns, dass uns das Leben manchmal Steine in den Weg legt. Auch auf Umwege und in manche Sackgasse führt uns mitunter unser eigenes Verschulden und Versagen. Wie gut, wenn uns dann das Licht der Liebe und Treue Gottes zu einer Kurskorrektur verhilft. Wenn wir Licht am Ende des Tunnels unseres Irrweges erkennen können und uns in die Richtung dieses Lichtes bewegen. Dann spricht der zu uns, der allein den zielführenden (Lebens-)Weg bereitet hat, Jesus Christus: "Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben." Versprochen!
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Licht!
Christian Floß, Prädikant, Hohnhorst
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