RIEPEN/BAD NENNDORF (jb). Eine Teiländerung in der örtlichen Bauvorschrift nahm der Rat der Stadt Bad Nenndorf in der letzten Bauausschuss-Sitzung vor, als es um das kommunale Baugebiet "Lehnshof" ging, das sich im Ortsteil Riepen befindet. 2020, als der Bebauungsplan beschlossen wurde, war definiert worden, dass die Dächer der Häuser des Wohngebietes eine rote Eindeckung erhalten und zudem leicht geneigt sein sollen. Nun war jedoch eine Planänderung erforderlich, da der Landkreis die Gestaltregelung der Dächer so verstanden hatte, dass diese nicht nur für die Wohnhäuser gilt sondern auch für alle anderen angrenzenden Gebäude, wie beispielsweise Garagen. "Das war so nicht gedacht gewesen, war aber ehrlicherweise auch nicht so ausdrücklich formuliert worden", erklärte Harald Meyer vom Büro "Planungsgruppe Stadtlandschaft". Deswegen musste der Rat der Stadt Bad Nenndorf nun über die Planänderung der örtlichen Bauvorschrift abstimmen, um sie dahingehend zu präzisieren, auf welche Baukörper sich diese Regelung beziehen soll. Garagen und Carports werden so auch mit einem Flachdach zulässig sein. Ralph Tegtmeier (SPD) erklärte, dass er dieser formellen Anpassung zustimmen wird, da es sich nicht um eine materielle Änderung handele. "Damit bleiben wir auch bei dem ursprünglichen Willen der Bürger, Bebauung zu ermöglichen", sagte er. Die Grünen befürworteten zudem, dass im Lehnshof keine Schottergärten zulässig sind. Das hatte die Politik bereits in 2020 so entschieden. Der Rat stimmte der Teiländerung anschließend einstimmig zu. Zum Baugebiet Das kommunale Baugebiet "Lehnshof" hatte die Stadt 2020 erschlossen, da stetig nach bezahlbarem Wohnraum gefragt werde und das ausgewiesene Bauland der Eigenentwicklung von Riepen diene. Erste Gespräche fanden bereits 2018 statt. Im September 2020 erfolgte der symbolische Spatenstich (wir berichteten). Mittlerweile hat der Bau der ersten Einfamilienhäuser begonnen. 23 Stück davon sollen dort entstehen. Der südwestliche Bereich des Gebiets wird so gestaltet, dass dort auch Mehrfamilienhäuser entstehen können. Die Auftragssumme liegt insgesamt bei rund 1 Million Euro. Darin enthalten sind nicht nur die komplette Erschließung, sondern auch die Begrünung, die Straßenbeleuchtung und der Vollausbau des Bussardwegs. Ausdrücklich sind zudem Anlagen zur Nutzung der Sonnenenergie auf den Dächern gestattet. Foto: jb/privat
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Bauarbeiten im Baugebiet „Lehnshof“ haben begonnen
Rat nimmt Teiländerung in der örtlichen Bauvorschrift vor
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