1. SPD will Jan-Philipp Beck in den Landtag schicken

    Einstimmiges Votum für den 31-jährigen Kandidaten aus Stadthagen

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    LANDKREIS/STADTHAGEN (bb). Die Schaumburger Sozialdemokraten haben einen jungen und trotzdem politisch erfahrenen Lokalpolitiker zu ihrem Kandidaten für die Niedersächsische Landtagswahl in 2022 bestimmt. Jan-Philipp Beck aus Stadthagen wurde von den Delegierten mit einstimmigem Votum zum Bewerber für den Wahlkreis 37 berufen. Der amtierende Landtagsabgeordnete Karsten Becker hatte erklärt, nicht erneut zur Wahl antreten zu wollen. Die Sozialdemokraten im Landkreis hoffen mit Beck nun erneut das Mandat zu holen, er war der einzige Bewerber um die Kandidatur. Mit 31 Jahren ist der Stadthäger vergleichsweise jung. Er hat jedoch mit seiner Tätigkeit bei den Jusos seit seiner Schulzeit, als SPD-Stadtverbandsvorsitzender, Fraktionssprecher im Stadthäger Stadtrat und als Kreistagsmitglied umfangreiche politische Erfahrung vorzuweisen. In seiner Vorstellungsrede auf der Wahlkreisdelegiertenkonferenz im Ratskeller Stadthagen skizzierte Beck seine Leitlinien für die Landespolitik. So sei es ihm wichtig, als "starke Stimme Schaumburgs" im Landtag aufzutreten. In Bezug auf die Planungen zu ICE-Trasse, auf Straßenbau und eine ausreichende Finanzierung für eine handlungsfähige Kommunalpolitik seien in den kommenden Jahren wichtige Weichen zu stellen. Am Herzen liege ihm zudem eine sozial ausgewogene Politik. Dazu zähle eine auf Chancengerechtigkeit ausgerichtete Bildungspolitik, unter anderem mit den Punkten Forcierung der Digitalisierung und Stabilisierung der Unterrichtsversorgung. Hier gelte es weitere Fortschritte zu erreichen. Weitere wichtige Themen wie etwa die Frage bezahlbaren Wohnraums kämen hinzu. Die Modernisierung des Staates müsse vorangetrieben werden, auch hier sei die Digitalisierung ein entscheidender Bereich. Gleiches gelte für den Klimaschutz. An dem Umstieg auf erneuerbare Energien führe kein Weg vorbei. Dieses werde erhebliche Investitionen erfordern, biete aber gerade auch für Niedersachsen große Chancen. Beck erklärte, dass seine berufliche Laufbahn in Staatskanzlei und Wirtschaftsministerium in Hannover ihm viele Erfahrungen verschafft habe, die er in die Fraktionsarbeit einbringen könne. Der amtierende Abgeordnete Karsten Becker hob Beck in seinem Grußwort in gewisser Weise als Wunschnachfolger hervor. Es mache ihm den Abschied vom Amt leichter, einen solch gut geeigneten Kandidaten zur Verfügung zu haben, so Becker. Jan-Philipp Beck sei "der klügste Kopf mit dem größten Potential, den wir nach Hannover schicken können", betonte er. Das schienen auch die Delegierten so zu sehen. Nach Auszählung der Stimmen verkündete der SPD-Unterbezirksvorsitzende Carsten Ruhnau, dass von 57 anwesenden Abstimmungsberechtigten alle "Ja" angekreuzt hätten.Foto: bb

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