1. Physiotherapeuten für Reha-Sport gesucht

    Selbsthilfegruppen der DVMB suchen nach Unterstützung

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    BAD EILSEN (nh). Rheumatische Erkrankungen beeinflussen stark das Wohlbefinden der Patienten. Eine sinnvolle Therapie umfasst Medikamente, eine ganzheitlich orientierte rheumatologische Rehabilitation und das Training in Selbsthilfegruppen. In Patientenselbsthilfegruppen der DVMB (Deutsche Vereinigung Morbus Bechterew), organisiert über die Ortsverbände, werden viele helfende Anwendungen weitergeführt. Rheumatologische Rehabilitation und Selbsthilfegruppen stellen somit immer eine ideale Ergänzung dar, sagen auch Mediziner. Jedoch stehen die örtlichen Gruppen vor anhaltenden Herausforderungen: Nach Raumnot kommt nun noch eine Therapeuten-Not auf die Mitglieder zu. Pandemiebedingt hatten es viele Selbsthilfegruppen schwer, beispielsweise konnten die Gruppen der DVMB zwischen zeitlich monatelang keinen Reha-Sport oder Funktionstraining in den örtlichen Gruppen (in Schaumburg gibt es derzeit vier örtliche Gruppen: Bad Eilsen, Bad Eilsen-Rinteln, Minden-Bückeburg sowie Bad Nenndorf, Anm. der Red.) ausführen. Zwischenzeitlich durften die Mitglieder wieder hin, die Bad Eilsener Gruppe durfte für ihr Training in die Luhdener Sporthalle, um wenigstens Trockengymnastik zu machen. Im Sommer konnten die Mitglieder zudem auch an die frische Luft. Wassergymnastik zum Beispiel ging aber lange Zeit gar nicht, beklagte Landesvorsitzender Rüdiger Schmidt bereits im Frühjahr dieses Jahres. "Für die Mitglieder war das natürlich nicht so toll. Zum einen sorgt der Sport dafür, dass es den Betroffenen körperlich besser geht, aber auch der Austausch untereinander stellt eine wichtige Komponente in der Selbsthilfe dar", so Schmidt. In den Ortsverbänden wie in Bad Eilsen, Minden und Umgebung gehe es langsam wieder los, alle Mitglieder seien auch sehr froh darüber. So halten sich auch die Vereinsaustritte bisher noch in Grenzen, informiert Schmidt. In Bad Eilsen findet wieder montags die Trockengymnastik, donnerstags die Wassergymnastik statt. Doch ein Problem gibt es noch immer: Es mangelt an geeigneten Physiotherapeuten, allein bis zu drei Personen würden für die Eilsener Gruppe benötigt. Auch Übungsleiter mit einer Reha-Bescheinigung wären eine Hilfe. In den weiteren Gruppen im Schaumburger Umkreis sehe es ähnlich aus, würden die Gruppenleiter aus Minden-Bückeburg und Bad Nenndorf berichten, so Schmidt. Das Problem sei jedoch kein ausschließlich auf Schaumburg beschränktes: Im gesamten Landesverband Niedersachsen und sogar bundesweit gebe es einen Mangel an Physiotherapeuten und Übungsleitern. "Selbst die Kliniken suchen", schildert Schmidt die prekäre Situation. "Wir suchen händeringend. Lange hatten wir auch ein Problem mit den Räumlichkeiten, auch so etwas, was sich durch viele Gruppen zieht. Das konnten wir nun erstmal lösen, doch brauchen wir natürlich auch die entsprechenden Therapeuten". Die Bad Eilsener Gruppenleiter Heike Wahlmann (05724-51135) sowie Hans-Gerhard Schneider (05754-1298) sowie Martina Irrgang, Gruppenleitung Minden-Bückeburg, 0571-50920996) sind über Hilfsangebote sehr dankbar und hoffen auch weiterhin, Rehasport ortsnah anbieten zu können. Auch Experten wie Dr. Martin Gehlen, Chefarzt "Der Fürstenhof" in Bad Pyrmont, mahnt die Relevanz von Therapien in Selbsthilfegruppen an: "Rheumatologische Rehabilitation und Selbsthilfegruppen stellen immer eine ideale Ergänzung dar".Foto: nh

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