1. "Weiter kommen wir nur gemeinsam"

    Bürgermeisterkandidatin Ina Colletti: "Stadt liegt mir am Herzen"

    Dieser Eintrag wird bereitsgestellt durch Schaumburger Wochenblatt | Impressum

    STADTHAGEN (bb). Einen ganzheitlichen Ansatz zur Stadtentwicklung, eine weit umfassendere Einbindung der Bürger und ein konsequenter Blick auf Nachhaltigkeit, dies sind drei der Schwerpunkte, die Ina Colletti, Kandidatin für das Bürgermeisteramt in Stadthagen im Falle ihrer Wahl in den Vordergrund stellen will. "Stadthagen liegt mir am Herzen und es ist der Ort, an dem ich alt werden will", hebt die Diplom-Sozialpädagogin einen wichtigen Grund für ihre Bewerbung hervor. Ob es um die Belebung der Innenstadt gehe, die Wirtschaftsförderung allgemein oder die Schaffung von Wohnraum, stets sei ein ganzheitlicher Blick gefragt, um die vielfältig miteinander verknüpften Herausforderungen zu bewältigen, vor denen Stadthagen stehe, führte Ina Colletti im Pressegespräch aus. Wichtig sei es, dabei die Bürgerschaft breit einzubinden und Beteiligungsformen zu finden, die weit über die bestehenden hinausgehen. Dialogkreise mit verschiedenen Akteuren schweben ihr dazu vor sowie das Instrument des Bürgerrats. Diese seien als Ergänzung zum Wirken der politischen Gremien zu sehen. Die Gesellschaft sei heute deutlich vielfältiger und ausdifferenzierter als noch vor zwanzig Jahren. So seien auch andere Beteiligungsformen nötig, um allen Gruppierungen die Möglichkeit zu geben, sich einzubringen. "Auf jede und jeden kommt es an, aber weiter kommen wir nur gemeinsam", formuliert die parteilose Kandidatin ein Motto. Derzeit würden die in der Bürgerschaft vorhandenen Potentiale nicht ausreichend genutzt, Initiativen würden zum Teil eher gebremst als aufgenommen. Gelinge es jedoch, diese einzubinden, erwachse bei den Bürgern auch eine handlungsorientierte, positivere Grundeinstellung und eine größere Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung für "ihre Stadt". Aus diesem Impuls heraus gelte es, eine gemeinsame Vision für Stadthagen zu entwickeln. Mit ihrer beruflichen Erfahrung als Diplom-Sozialpädagogin, Beratung und Supervision in der Wirtschaft, ihrer Coaching- und Lehrtätigkeit und Erfahrung in Führungspositionen bringe sie das Rüstzeug zur Einleitung und Förderung solcher Prozesse mit. Im Rahmen von "IdeenArena", "Schaumburger Bündnis gegen Depression" und "Kulturnetzwerk Stadthagen" habe sie am Anschieben von verschiedenen konkreten Projekten und Initiativen mitgewirkt. Es gelte, ein Netzwerk aufzubauen, das stetig kommuniziere und Bürger, Politik und Verwaltung wieder enger zusammenführe. Hier sehe sie sich in der Rolle, entsprechende Fäden zu knüpfen. Aus ihrer Position als unabhängige Kandidatin pflege sie eine gute Kommunikation zu den verschiedenen Parteien im Rat. Wichtig sei ihr der Aspekt der Nachhaltigkeit, betonte Ina Colletti. Inwieweit entfalten Projekte auch langfristig Wirkung, stehen Mitteleinsatz und Ergebnis im Verhältnis? Auch auf dem Feld der Wirtschaftsförderung sei eine Erfolgskontrolle nötig. Hier seien ebenso neue Wege einzuschlagen wie zur Innenstadtbelebung. In diesem Bereich könnten neue Konzepte wie ein engeres, gemeinschaftliches Zusammenwirken von Kultur, Gastronomie und Tourismus mit überschaubarem Aufwand merkliche Wirkung entfalten. Bepflanzung, Belebung von Leeräumen über Initiativen wie das "Kulturfenster", die Fortführung eines Kulturentwicklungs-Prozesses würden die Aufenthaltsqualität erhöhen und so einen Aufwärtstrend einleiten. Die Förderung des Fahrradwegenetzes sei ein ebenso bedeutender Schritt. Wichtig sei zudem eine stärkere interkommunale Zusammenarbeit, um Ressourcen freizusetzen, die wiederum in Innovation investiert werden könnten. Dies diene auch dem Einwerben zusätzlicher Fördergelder, überhaupt seien hier die Anstrengungen zu verstärken, ihr schwebe eine Kompetenzstelle für Anträge vor. Durchaus interessant sei die Perspektive, als erste Frau in Stadthagen in der rund 800-jährigen Geschichte das Bürgermeisteramt zu bekleiden. Eine weibliche Perspektive würde für frischen Wind sorgen", so Ina Colletti lächelnd.Foto: bb

  2. Kommentare

    Bitte melden Sie sich an