1. Modernisierung des Therapiebeckens

    Minister zu Besuch in Landgrafenklinik: "Investitionen stärken Standort"

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    BAD NENNDORF/LANDKREIS (bb). Rund 4,7 Millionen Euro hat das Land Niedersachsen investiert, um das Therapiebecken in der Landgrafenklinik in Bad Nenndorf zu modernisieren. Finanzminister Reinhold Hilbers hob bei einem Besuch den Beckenausbau als "große Bereicherung für die Stadt und die Landgrafenklinik" hervor. Rund 30 Jahre Nutzung hätten zu Verschleißerscheinungen geführt, zudem sei das Bad auf den aktuellen technischen Stand gebracht worden, wie der Finanzminister ausführte. Die Investitionen würden den Standort stärken, die sei ein "guter Tag" für Bad Nenndorf, die Klinik und das Land. Wie in anderen Projekten habe auch hier das Land großen Wert darauf gelegt, Baumaßnahmen in der Corona-Krise nicht einzustellen. Damit sei die regionale Wirtschaft gestärkt worden, erklärte der CDU-Politiker. Das Land schreibe die Aufträge bewusst so aus, dass auch regionale Unternehmen aus dem Mittelstand zum Zuge kämen. Neben der Förderung der Wirtschaft vor Ort spiele dabei eine Rolle, dass man gute Erfahrung in Bezug auf die Qualität der Ausführung gemacht habe. Michael Brassel, Holger Mißfelder und Projektleiter Dennis Gross vom Staatlichen Baumanagement Weser-Leine gaben einen Überblick über die Maßnahmen, die über die Erneuerung des eigentlichen Beckens und der zugehörigen Technik hinausreichten. Die Umgebung des Beckens wurde ebenfalls saniert und erhielt eine neue optische Gestaltung. Funktionsabläufe und Raumzuordnungen wurden neu geregelt, ein neuer Therapierau entstand, der Sanitärtrakt wurde modernisiert. Die Glasfassade erlaubt nun eine Verschattung über eine sogenannte elektrochromatische Verglasung, das Glas wird je nach Sonneneinstrahlung abgetönt. Gegenüber einem Lamellen- oder Jalousie-System sei dies eine günstigere Lösung. Maik Fischer, Geschäftsführer des Staatsbades, zeigte auf, dass der Abschluss der Sanierung die Abläufe deutlich vereinfache. In der Zeit, in der das Becken nicht zur Verfügung stand, hatte das Team die wasserbasierte Therapie in die Landgrafentherme ausgelagert. Dazu war ein Shuttle-Bus nötig. Diese zusätzlichen Wege würden nun wieder entfallen. Chefärztin Doktor Claudia Schlawin-Stobbe verwies auf die Vorteile der Therapie im Wasser, es bestehe keine Fallgefahr, der Auftrieb unterstütze den Patienten einerseits, andererseits sei die Bewegung gegen den Wasserwiderstand fordernder und entfalte damit einen höheren Trainingseffekt.Foto: bb

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