1. Schlag ins Kontor für Planung der Impfkampagne

    Land kündigt reduzierte Lieferung mit Impfstoff für erste Maiwoche an

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    LANDKREIS (bb). Für den Mai hatten Bundes- und Landesregierung eine deutliche Erhöhung des Impftempos in Aussicht gestellt. Nun erhielt der Landkreis jedoch die Nachricht, dass in der ersten Maiwoche deutlich weniger der vor Covid-19 schützenden Vakzin-Dosen geliefert werden, als von der Verwaltung erwartet.
    Ein Rückschlag zu einer Zeit, als die Impfkampagne gerade richtig Fahrt aufzunehmen schien.

    Eine Lieferung von 2740 Impfdosen habe das Land Niedersachsen, das seinerseits den Impfstoff vom Bund erhält, für die kommende Woche für Schaumburg zugesagt, wie die zuständige Dezernentin bei der Landkreisverwaltung Andrea Stüdemann erklärte. "Ich war wirklich erstaunt", so die Dezernentin. Schließlich sei zuletzt vielfach verkündet worden, dass das Liefertempo im Mai deutlich steige. Auf nochmalige Nachfrage sei die Menge jedoch zunächst bestätigt worden. Rund 1.000 Bürger haben zuletzt im Durschnitt pro Tag eine Impfung im Impfzentrum Schaumburg erhalten.
    Bei der Sonderaktion am Sonnabend der letzten Woche waren 1.500 Menschen geimpft worden, ohne größere Probleme im Ablauf. Auf Nachfrage in dem sich vergrößernden Kreis von denjenigen, die bereits eine Impfung im Zentrum erhielten, lautete die Antwort fast durchgängig, dass die Abläufe sehr gut organisiert seien und der Termin rasch erledigt gewesen sei. Keine repräsentative Umfrage, doch die Beurteilung, dass das Impfzentrum eine hohe Leistungsfähigkeit erreicht, dürfte zutreffen. Andrea Stüdemann unterstrich dies, das Durchlauftempo sei hoch und die Menschen würden widerspiegeln, dass sie sich gut behandelt fühlen würden.

    Der Engpass, um mit dem Impfen rascher voranzukommen, bleibt wie seit Monaten die Belieferung mit Impfstoff. Hatte sich in den letzten Wochen hier eine Beschleunigung ergeben, ist die jetzige Zusage von lediglich 2740 Dosen ein Schlag ins Kontor. Vorgabe des Landes ist es für den Kreis eigentlich, eine Grundlast von 3.500 Dosen pro Woche in den Oberarm von Frau und Mann zu bringen. Die Kreisverwaltung und das das Impfzentrum betreibende DRK-Team hätten jedoch eher auf eine Lieferung von 5.000 Dosen in der ersten Maiwoche gehofft, so Andrea Stüdemann. Schließlich sollte es schneller vorangehen. Eine Begründung für die nun gegenüber den Vorwochen und erst recht gegenüber den Erwartungen reduzierte Menge habe es jedoch nicht gegeben.

    Grundsätzlich war das Wissen über die Menge der zu erwartenden Impfdosen oftmals mit Unsicherheiten behaftet. Das Land führte hierfür seinerseits ins Feld, dass Niedersachsen vom Bund wiederum jeweils nur knapp die Informationen über Lieferungen erhalte. Stüdemann führte aus, dass die Kreisverwaltung eigentlich auf Informationen für die Lieferungen über den gesamten Monat Mai gehofft habe. Die jetzige Reduktion und die Unsicherheit würden zu großen Problemen in der Planung für das Impfzentrum führen. Derzeit würden nur Termine bis zum 11. Mai vergeben, weil eben keine sichere Zusage von Impfstoff für weitere Terminvergaben bestehe. Weil gleichzeitig die über 60-Jähringen sowie Lehrer und Angehörige der Feuerwehr nun für die Impfung in Frage kommen, ist die Nachfrage nun entsprechend hoch. "Die Warteliste wächst und wächst", erklärte die Dezernentin. Foto: bb

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