1. Da schauen selbst die Schaufensterpuppen traurig

    Stadtmarketingverein hat für leer stehende Schaufenster einen Plan / Draisinengeschäft lief 2020 gut

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    RINTELN (ste). Die Rintelner Innenstadt liegt durch den verlängerten Lockdown in einem Dornröschenschlaf. Gefühlt schauen da selbst die Schaufensterpuppen traurig drein, denn ein Großteil der Winterware ist noch in den Auslagen zu sehen. Zum einen lässt das auf einen starken Abverkauf nach der Wiedereröffnung der Geschäfte hoffen, zum anderen stellte sich beim intensiven Blick in die Auslagen aber auch in manchen Geschäften die Frage: "Ist diese Gestaltung tatsächlich verkaufsfördernd und in ihrer Gestaltung auf der Höhe der Zeit?" Das SW wollte von Stadtmanagerin Ricarda Mohr wissen, wie der Stadtmarketingverein in Sachen Schaufenstergestaltung vielleicht ein Stück weit hilfreich seinen Mitgliedern gegenüber sein könnte und wie es bestellt ist um die Mitgliederzahl und den Fortbetrieb der Draisine. Hier ihre Antworten. SW: Frau Mohr: Ist Pro Rinteln in der Frage der Gestaltung von Schaufenstern am Ball? Gibt es einen bekannten IST-Stand und ein Da-wollen-wir-hin? Ricarda Mohr: Tatsächlich haben wir uns bis jetzt noch nicht um die Schaufenster gekümmert. Soweit ich weiß war das auch in der Vergangenheit keine Aufgabe, der sich Pro Rinteln angenommen hat. Wir wollen uns zukünftig vermehrt um den Leerstand kümmern und hierbei wird es auch ein Thema sein, die Schaufenster der Leerstände zu beleben. Wir sind gerade dabei in einem Leerstand etwas zu planen, genaueres werde ich allerdings noch nicht bekannt geben. Da wir aktuell noch nicht sagen können, wann wir mit der Umsetzung anfangen können. SW: Gibt es Hilfestellungen für die Mitglieder von Pro Rinteln in dieser Frage? Mohr: Unsere Mitglieder können sich jederzeit an uns wenden. Doch hierzu kam - seitdem ich bei Pro Rinteln arbeite - noch keine Anfragen. Allerdings gab es in dem letzten Jahr auch weitaus andere Probleme. SW: Haben Sie durch ihr Studium Einblicke in die Gestaltungsfrage von Auslagen bekommen und wissen sie, welche Kaufanreize man dadurch setzen kann? Mohr: Mein Studium hieß Stadt- und Regionalmanagement. Stadtmarketing war hier nur ein Aufgabenschwerpunkt. Allerdings sind wir nicht so weit in die Tiefe gegangen. Durch meine künstlerische und kreative Art fand ich allerdings die Dekoration und das Erscheinungsbild der Schaufenster schon immer spannend. SW: Gibt es Anregungen, Leerstände als Schaufensterflächen für andere Geschäfte zu nutzen? Mohr: Anregung sieht man bereits in der Rintelner Innenstadt, wie andere Geschäfte die Leerstand gekonnt nutzen und dekorieren. Auch wir werden in Zukunft öfter hier drüber nachdenken. Das Erscheinungsbild der Stadt wirkt dadurch viel attraktiver. SW: Haben Sie ggf. Kontakte zu einer(m) Berater*in in Sachen Schaufenstergestaltung. Unter Umständen auch ein Stück corporate identity der Rintelner Schaufensterauslagen in dieser Frage? Mohr: Es gibt Rintelner Firmen, die sich in Sachen Dekoration und Schaufenstern auskennen. Kontakte haben natürlich auch wir von Pro Rinteln. SW: Rinteln hat mit Polyform einen Betrieb für Schaufensterpuppen und Displays. Wären Kooperationen mit dieser Firma möglich für eine bessere Warenpräsentation in den Schaufenstern? Mohr: Wir von Pro Rinteln arbeiten hauptsächlich mit unseren Mitgliedern zusammen. Zunächst einmal würden ich auf diese zurückgreifen, da sich unter diesen ein Dekorationsbetrieb befindet. SW: Gibt es neue Vorstöße in Sachen gemeinsame Öffnungszeiten/Mittagspause? Mohr: Auch ich habe bereits in meinem ersten Jahr festgestellt, dass einheitliche Öffnungszeiten in Rinteln ein schwieriges Thema ist. Wir haben zunächst angefangen, jeden ersten Samstag bis 16 Uhr zu bewerben. Die meisten Geschäfte haben ohnehin bis 16 Uhr offen und wir konnten bereits zusätzlich ein paar andere motivieren, ebenfalls bis 16 Uhr aufzumachen. Die Kunden sind oft verwirrt, wenn ein Geschäft am Smaragd bereits um 13 Uhr schließt. Aus meinem Bekanntenkreis habe ich diesbezüglich schon viel Feedback bekommen. Unser Wunsch wäre, das bald alle Geschäfte in der Innenstadt jeden Samstag bis 16 Uhr geöffnet haben. SW: Hat es coronabedingt Austritte aus Pro Rinteln gegeben? Wie ist der aktuelle Mitgliederstand? Mohr: Austritte haben wir jedes Jahr, ob die Austritte dieses Jahr coronabedingt waren, würde ich tatsächlich mal dahinstellen. Auch Eintritte haben wir dieses Jahr verzeichnen können. Die genaue Mitgliederzahl habe ich nicht im Kopf, aber es sind über 100. Wir sind über die Zahl der Mitglieder zufrieden. SW: Wie sieht es mit den Zahlen der Draisine aus? Ist ein Weiterbetrieb nach dem Ende des Lockdown noch möglich und steht die Kooperation mit der VBE noch? Ist die Personaldecke für den Draisinenbetrieb auch in diesem Jahr noch sicher zu finanzieren? Mohr: In der Saison 2020 haben wir einen guten Umsatz erzielt. Viele Leute haben daheim Urlaub gemacht und sind somit auch Draisine gefahren. Ich denke auch im kommenden Jahr wird dies ähnlich sein, so dass die Draisine weiterhin gute Umsätze erzielt. Die Kooperation mit der VBE besteht weiterhin. Es ist eine tolle Zusammenarbeit mit der VBE.Foto: ste

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