RINTELN (ste). "Es geht um nicht mehr oder weniger als um das wichtigste Gut auf unserem Planeten: Wasser!" Anthony Lee, der sich selbst als Landwirt wie viele seiner Berufskollegen immer wieder Kritik als "Grundwasserverschmutzer" ausgesetzt sieht, hatte für die CDU im Rat beantragt, den prozentualen Anteil an Misch- und Trennwassersystemen in Rinteln darzustellen und er forderte auch Informationen darüber, ob bei Starkregen Abwässer so gut wie ungeklärt in die Oberflächengewässer "entlassen" werden. Zudem wollte Lee von den Abwasserbetrieben wissen, ob die Reinigungsleistung besonders in Hinblick auf Stickstoff verbessert werden müsse und wie es mit der Phosphatrückgewinnung aus den Abwässern aussehe. Lee begründete seinen Antrag in der letzten Ratssitzung auch damit, dass er Rinteln derzeit eher auf den hinteren Rängen der Reinigungsleistung der Abwässer sehe und stattdessen die Stadt gerne als "Leuchtturmstadt" in Sachen Abwasserreinigung sehen wolle. Am Ende könnte dies eine teure Angelegenheit für die Stadt werden, wie Lee auch feststellte, doch das besondere Schutzgut "Wasser" sei es wert, größtmögliche Anstrengungen zu unternehmen. Dem Beschlussvorschlag der Verwaltung - übrigens sehr offen und unverbindlich gehalten - die für den Schutz des Wassers erforderlichen Maßnahmen zusammen mit den Landwirten fortzuführen sowie im mittelfristigen Investitonsplan für den Abwasserbetrieb die Leistungsfähigkeit der Abwasserbeseitigung kontinuierlich zu optimieren, auszubauen und weiter zu verbessern, stimmte der Rat mit drei Enthaltungen einstimmig zu. Übrigens: Jede(r) einzelne Bürger*in kann etwas zur Verbesserung von Abwasserqualitäten tun. Das fängt an beim sparsamen Umgang mit Trinkwasser, geht über die richtige Auswahl von Pflegeprodukten (ohne Mikroplastik) bis zur Vermeidung von beispielsweise Feuchtpapieren oder anderen Produkten, die den Abwasserverlauf beeinträchtigen. Foto: ste
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Das besondere Schutzgut "Wasser"
Rat will Reinigungsleistung verbessern
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