RINTELN (cs). Die Polizei hat vor einiger Zeit eine Aufklärungskampagne gegen den bei Betrügern seit 1999 beliebten "Enkeltrick" gestartet. Diese scheint nun tatsächlich Früchte zu tragen: Am Dienstag, den 17. November konnten sich gleich drei Senioren dieser Masche entziehen. Gegen 13.10 Uhr erhielt ein 75-Jähriger einen Anruf seiner angeblichen Enkelin. Diese forderte 38.000 Euro, um bei einem Notar eine Eigentumswohnung zu kaufen. Der rüstige Rentner fiel darauf nicht herein und beendete den Anruf. Rund zwei Stunden später erhielt eine 71-Jährige einen ähnlichen Anruf. Dort wollte die "Enkelin" 4.000 Euro haben, ebenfalls für einen Wohnungskauf. Die Seniorin witterte Betrug und sprach die Betrügerin mit Kosenamen an. Als diese darauf nicht reagierte, war der Rentnerin klar, dass dies nicht ihre Enkelin war. In einem dritten Fall fielen die Täter ebenfalls mit ihrer Masche durch. Die Polizei lobt ausdrücklich das Verhalten der Angerufenen, die "sich nicht leichtgläubuíg aufs Glatteis führen ließen und gezielt nachfragten". Die nächste "Baustelle" ist der Betrug als falsche Polizeibeamten. Die Ordnungshüter betonen: "Die richtige Polizei verlangt niemals von den Angerufenen, Wertgegenstände zur Abholung bereit zu legen."
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Rentner durchschauen Enkeltrick
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