1. Metawerk-Pläne: Stadt hat nichts erhalten

    Verwaltungsausschuss soll Aufstellungsbeschluss für Bebauungsplan kippen

    Dieser Eintrag wird bereitsgestellt durch Schaumburger Wochenblatt | Impressum

    BAD NENNDORF (jl). Eine Überraschung ist es nicht: Entgegen den Ankündigungen vor zwei Monaten hat Metawerk bisher keinen Entwurf für den Bau einer Montagehalle am Deisterhang vorgelegt. Das berichtet Verwaltungschef Mike Schmidt auf Nachfrage des Schaumburger Wochenblatts: "Die Stadt hat bis dato kein Bild und keinen Ton erhalten." Er bestätigt auch die Information dieser Zeitung, dass es ein konkretes Bestreben gibt, die Aufstellungsbeschlüsse zurückzunehmen. Die Politik hatte dem Projektentwickler Zeit bis Ende Oktober gegeben, entsprechende Pläne zu präsentieren. Noch im September meldete sich dieser kurz und knapp in einer E-Mail zu Wort: Das Vorhaben am Bad Nenndorfer Standort zwischen A2 und B65 sei "zunächst gestoppt"- ohne Angabe von Gründen. Um die bis dahin in aller Munde gewesene mögliche VW-Ansiedlung wurde es sehr ruhig. Unterlagen trafen im Rathaus bis heute nicht ein. Vor gut einem Monat hatte Schmidt auf die bestehende Beschlusslage verwiesen. Nach Ablauf der Frist müsse der Verwaltungsausschuss je nach Entwicklung die Situation neu bewerten, hieß es seinerzeit. Das tut er jetzt: Er soll in seiner nächsten Sitzung am kommenden Mittwoch, 25. November, den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan aufheben. Dafür gebe es bereits eine entsprechende Vorlage der Verwaltung, wie Schmidt auf Nachfrage bestätigt. Den zweiten Aufstellungsbeschluss - zur Änderung des Flächennutzungsplans - hat der Samtgemeindeausschuss gefasst. Dieser werde sich mit der Aufhebung in der darauffolgenden Woche befassen. Zwei Schritte, die die Bürgerinitiative "Kein Werk am Deister-Berg" begrüßen dürfte. Ihr Ziel war und ist es, dass die Aufstellungsbeschlüsse kurzfristig annulliert werden. "Solange das nicht geschieht, ist die Gefahr, dass sich andere Investoren für diese Flächen interessieren, nicht gebannt", schrieb die BI erst vor wenigen Tagen in einer Pressemitteilung. Erst danach könne man einigermaßen sicher sein, dass nicht noch "eine Möglichkeit gefunden wird, den Status Landschaftsschutzgebiet grundsätzlich zu kippen". Daher bleibe sie weiter wachsam. Die Initiative, die mittlerweile nach eigenen Angaben mehr als 220 Mitglieder zählt, will sich auch weiter für den Schutz von Natur, Umwelt und Klima einsetzen. Foto: jl

  2. Kommentare

    Bitte melden Sie sich an