1. Test-Teams verzeichnen 22 Corona-Infektionen

    Hoher Anstieg der festgestellten Fallzahlen in Schaumburg / Hotline des Gesundheitsamtes auch am Wochenende

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    LANDKREIS (bb). Die Zahl der im Landkreis festgestellten Corona-Infektionen hat sich deutlich erhöht. Bis Mittwochnachmittag waren der Kreisverwaltung zwölf Infektionen gemeldet worden, bis Freitagmorgen erhöhte sich diese Zahl auf 22, wie der Erste Kreisrat Klaus Heimann mitteilte. "Der Anstieg kommt nicht überraschend", hielt Heimann fest. Die Experten seien von einer solchen Entwicklung ausgegangen, "insofern waren wir darauf vorbereitet". Auch in Niedersachsen insgesamt sei ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen. (Das Landesgesundheitsamt vermeldete vom 18. März auf den 19. März einen Anstieg um 241 Fälle auf 981 Fälle). Bisher habe glücklicherweise keine der infizierten Personen in ein Krankenhaus eingeliefert und stationär behandelt werden müssen, so Klaus Heimann. Sie befänden sich in häuslicher Quarantäne und würden den Umständen entsprechend medizinisch betreut. Zu betonen bleibe jedoch, dass das Virus höchst ernst zu nehmen sei. Auch für jüngere Patienten seien schwerwiegende Verläufe nicht auszuschließen. Rund 100 Tests würden täglich im Landkreis vorgenommen. Die in Schaumburg registrierten Fälle hätten bisher ganz überwiegend auf einen Zusammenhang mit Reisen zurückgeführt werden können. Ein örtlicher Schwerpunkt sei nicht auszumachen. Ein weiterer Anstieg der Fallzahlen sei zu befürchten. Die Lage sei dynamisch und von stetiger Veränderung der Zahlen geprägt. Vor diesem Hintergrund seien auch die Entscheidungen zu "den drastischen Maßnahmen" getroffen worden, mit denen ein möglichst weitreichendes Herunterfahren der Sozialkontakte erreicht werden solle. Schulschließungen, das Besuchsverbot für Krankenhäuser, Schließungen von Teilen des Einzelhandels, der Sport- und Spielstätten, von "Ansammlungen im Freien" (Richtgröße zehn Personen) und weiteres bringen erhebliche Einschränkungen des öffentlichen Lebens mit sich (wie berichtet). Die Hotline des Gesundheitsamtes Schaumburg 05721 - 703591 und 7032592 ist nun auch an Wochenende von 10 Uhr bis 18 Uhr besetzt. Mit Beachtung der empfohlenen Verhaltensregeln könne viel zur Eindämmung der Pandemie erreicht werden. Hier sei jedoch bei manchem noch reichlich Luft nach oben, so Heimanns Eindruck. "Das muss jetzt in die Köpfe rein", hielt er fest. Aus eigenem Interesse und aus Solidarität mit den Risikogruppen, appellierte der Erste Kreisrat.

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