1. Schachtpappe im Schrank hilft ...

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    Schachtpappe im Schrank hilft nicht Es ist erstaunlich. Leer gefegte Regale, wo sich sonst Nudeln, Reis und Toilettenpapier stapeln. Vor allem Letzteres ist zur Rarität in den Supermärkten geworden. Während die einen vermutlich ein ganzes Bataillon versorgen könnten, kenne ich auch die anderen, die in ihrer Verzweiflung keine einzige Rolle mehr zu haben und zu bekommen, kurz davor waren überteuerte Pakete im Internet zu bestellen. Da frage ich mich, ob auch wirklich alle verstanden haben, worum es geht? Es wird genug Lebensmittel und auch Klopapier geben! Aber wenn wir nicht aufpassen, wird es immer mehr Infizierte unter uns geben, die - zum Beispiel auf ihren Hamsterkaufgängen - munter andere anstecken. Andere, die vielleicht schon geschwächt sind, aber auch Andere, die vielleicht gar nichts merken und wiederum ihren unbewussten Teil dazu beitragen, Covid-19 zu verbreiten. Denn wer weiß schon, ob er coronafrei ist? Es scheint, als würden noch zu viele die Gefahren unterschätzen. Nicht unbedingt für sich selbst, aber für die Allgemeinheit. Es geht nicht um Panikmache. Es geht darum, den Tatsachen ins Auge zu sehen, sich entsprechend zu verhalten und vielleicht auch einfach mal ein bisschen minimalistischer zu denken und zu leben. Bewusster Verzicht macht schließlich Platz für das Wesentliche. Ich kann mich nur den Worten des Nanopartikelspezialisten Heinrich Iglseders anschließen: Bleibt so lange wie möglich zu Hause, keine sozialen Kontakte. Nicht umsonst stuft das Robert-Koch-Institut die Gefährdung der Bevölkerung in Deutschland durch das Corona-Virus "derzeit insgesamt als hoch" ein. Die Belastung des Gesundheitswesens hänge "maßgeblich von der regionalen Verbreitung der Infektion, den vorhandenen Kapazitäten und den eingeleiteten Gegenmaßnahmen (Isolierung, Quarantäne, soziale Distanzierung) ab". Diese Entwicklung kann jeder von uns beeinflussen - aber nicht mit Unmengen an Schachtpappe im Schrank.

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