1. Die Bedarfsliste der Wehren wird immer länger

    Feuerschutzausschuss soll neue Arbeitsgrundlage entwickeln

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    SAMTGEMEINDE RODENBERG (al). Der Vorsitzende des Feuerschutzausschusses der Samtgemeinde Rodenberg, Klaus-Werner Volker (SPD), hat angeregt, "einen Blick in die Zukunft zu werfen". Zwar gebe es den extern ermittelten Brandschutzbedarfsplan und ein Zukunftskonzept der Wehren. Dies müsse aber miteinander verwoben werden unter Berücksichtigung von Tagesverfügbarkeit der Einsatzkräfte, deren Kapazitäten, der Finanzen und des neuen Bedarfs. Volker verwies auf die in Rede stehenden drei Neubauten von Gerätehäusern sowie weiterer Anträge aus Apelern und Feggendorf. Für rund 500 Kameraden müsse neue Schutzkleidung beschafft werden, wobei nur ein erstes Drittel in 2020 kommen soll. Außerdem würden noch 40 Prozent neuer Sicherheitshelme fehlen. Neben neun Mannschaftstransportwagen sei weiterer mobiler Ersatz für Hülsede, Apelern, Pohle, Rodenberg und für zwei Einsatzleitwagen für Rodenberg und Lauenau erforderlich. Hinzu kommen mögliche Beschaffungen aus den neuen Themenbereichen, denen sich das Gemeindekommando angenommen habe. Dazu gehören unter anderem Einsatzstellenhygiene, Hochwasser und Folgen eines längeren totalen Stromausfalls. Volker sprach von der "Mammutaufgabe eines strategischen Brandschutzplans", die nur in Zusammenarbeit von Feuerwehr, Verwaltung und Politik gelöst werden könne. Dies sollte im Feuerschutzausschuss entwickelt werden. Ralf Sassmann (WGSR) stellte Volkers Ausführungen in Frage. Man wisse, dass es sich beim Brandschutz um eine Pflichtaufgabe handele, die auch Geld koste. Dieses Budget reiche jedoch nicht aus, sodass der Ausschuss über die Abfolge beraten müsse. Der ehemalige Gemeindebrandmeister Jürgen Wilkening (WGSR) erwiderte, das bestehende Zukunftskonzept der Wehren habe "Hand und Fuß" und werde "für richtig und ausreichend" gehalten. Im Übrigen bestätige der "für viel Geld bezahlte" Brandschutzbedarfsplan die Arbeit der hiesigen Wehren. Hans-Werner Kühnel (SPD) wollte wissen, wann der geplante erste Gerätehaus-Neubau starte und was dieser aus heutiger Sicht koste. Auch gebe es von der Verwaltung noch immer keine Vergleichsdaten zwischen Massiv- und Fertigteilbauweise. Diese kündigte Bauamtsleiter Markus Jacobs für die nächste Sitzung des Samtgemeindeausschusses an. Kühnels Vermutung, das neue Gebäude könnte bei weiterer Verzögerung und steigender Baukosten bis zu zwei Millionen Euro erfordern, blieb unwidersprochen.

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