SAMTGEMEINDE RODENBERG (al). Die SPD-Fraktion ist mit ihrem Anliegen gescheitert, mehr aus einem Gutachten über die Verwaltungsabläufe im Rathaus zu erfahren. Sie hatte eine Präsentation der beauftragten NSI Consult verlangt. So stand es auch auf der Tagesordnung der jüngsten Sondersitzung. Doch diese Präsentation fand nicht statt. Das Gutachten war bereits 2018 in Auftrag gegeben worden. Dessen Ergebnisse wurden jedoch nur vertraulich behandelt. Dennoch lagen dem SW Informationen vor, dessen Veröffentlichung im Rathaus zwar auf deutliche Kritik stieß, in der Bevölkerung aber wiederholt begrüßt wurde. SPD-Sprecher Hans-Dieter Brand wollte besonders hinsichtlich des Stellenplans im Rathaus Näheres von den Verwaltungsexperten erfahren. Dass dies nun nicht möglich sei, "rüge ich deutlich". Sein Fraktionskollege Hans-Werner Kühnel ging noch weiter: Die Missachtung durch die Verwaltung grenze an "Veralberung" und sei schon "ein starkes Stück": "Wir haben erwartet, dass uns das Schlussergebnis präsentiert und erläutert wird." Auch Erhard Steege (Rodenberger Interessen) meldete sich zu Wort: "NSI häte uns auch etwas zur Datenverarbeitung sagen sollen." Hauptamtsleiter Jörg Döpke begründete die Zurückhaltung im Rathaus mit der "Vertraulichkeit" der Interviews, die mit den Bediensteten geführt worden seien. Deshalb sei es schwierig, aus dem Gutachten etwas öffentlich darzustellen. Allerdings gebe es "acht Maßnahmen, die uns weiter beschäftigen müssen". Brand ließ nicht locker: Für das Gutachten sei "ein hoher fünfstelliger Betrag gezahlt" worden, dann müsse man auch ein umfangreiches Ergebnis erwarten, das in die Ratsarbeit einfließe. "Leider haben wir darüber im Samtgemeindeausschuss bislang keine Antwort erhalten." Samtgemeindebürgermeister Georg Hudalla verwies auf den "Abschlussbericht", den NSI vorgelegt habe. Nun müsse der Rat die politischen Ziele an die Verwaltung vorgeben. Karsten Dohmeyer (Grüne) schlug vor, die noch offenen Fragen hinsichtlich Stellenplan und Datenverarbeitung von NSI beantworten zu lassen. Aber erst müsse ermittelt werden, was dafür an neuen Kosten entstehe.
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Ratsherr spricht von "Veralberung"
SPD rügt Verwaltung wegen Nichtachtung ihrer Forderung / Offene Fragen zum Stellenplan
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