1. Gabriel sorgt für ein volles Haus

    300 Gäste kommen zum Neujahrsempfang / Zeitenwende in der Politik

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    BÜCKEBURG (nh). Zu ihren traditionellen Neujahrsempfang lud die Volksbank in Schaumburg ein - nicht nur die Mitglieder, sondern auch den ehemaligen Außenminister Sigmar Gabriel als Gastredner. Das sorgte für einen Besucheransturm von 300 Gästen, erwartungsgemäß war der Rathaussaal bis auf den letzten Platz voll besetzt. "So viele Teilnehmer hatten wir noch nie, dass liegt sicherlich daran, dass unsere Reden so mitreißend sind. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass wir heute eine besondere Persönlichkeit nach Bückeburg holen konnten", scherzte Joachim Schorling, Vorstandsmitglied der Volksbank in Schaumburg, zur Begrüßung. Neben dem Ehrengast Gabriel hatten sich aber auch zahlreiche Vertreter aus der lokalen Wirtschaft, den Institutionen, dem Handwerk, der Kirche und den Vereinen sowie aus der Politik zum traditionellen Neujahrsempfang eingefunden. Mit dem Jahresabschluss 2019 können die Volksbank und ihre Mitglieder zufrieden sein, bilanzierte Joachim Schorling in seiner Rede. Die Bilanzsumme sei angewachsen, zudem konnten überdurchschnittliche Wachstumsraten verzeichnet werden sowohl bei den Kundenkrediten als auch den Einlagen. Rund 8,3 Millionen Euro an Steuern wird die Volksbank voraussichtlich für 2019 zahlen, wovon wiederum die Hälfe als Gewerbesteuer den Kommunen in Schaumburg zugute komme. Auch Kreishandwerksmeister Dieter Ahrens und Gerald Siegmann vom Steuerberaterverband fällten ein positives Resümee über das abgelaufene Jahr 2019. In seinem amüsanten Ausflug in den "Wahnsinn der Bürokratie" verdeutlichte Siegmann den Zuhörern, wie hierzulande bürokratische Regeln ad absurdum geführt werden. Ehrengast und Gastredner schaffte eine galante Überleitung zu seinem Vorredner: "Erstmal muss ich sagen: Ich fühle mich heimisch bei der Volksbank - der einzige Ort wo man noch getrost Genosse sein kann. Doch auch ich war früher ein Teil des eben erwähnten "Bürokratiemonsters" Gesetzesgebung. In den vergangenen 70 Jahren haben wir die Balance zwischen Eigenverantwortung und Regelvorgaben seitens des Staates verloren", so der ehemalige Bundesminister. Der Abbau werde viel Arbeit und Zeit benötigen. Doch in der aktuellen Zeitenwende der Weltpolitik müsse das Bewusstsein geschärft werden für die sich verändernde Herausforderungen des neuen Jahrzehnts und darüber hinaus. Lesen Sie ausführlicher über diese Veranstaltung auf Seite 17. Foto:nh

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