1. Einmal Mäuschen auf Schloss Bückeburg spielen

    Fürst Alexander zu Schaumburg-Lippe öffnet seine Privatgemächer

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    BÜCKEBURG (nh). Mal ungeniert neugierig sein und sich selber davon überzeugen, wie die Fürstenfamilie auf Schloss Bückeburg lebt. Wovon viele schon mal geträumt haben, wird nun zeitweilig Realität. Bis zum 8. März findet die einmalige Sonderausstellung statt, in der Besucher die besondere Gelegenheit haben, in die fürstlichen Privatgemächer zu schauen. Zur Eröffnung der Ausstellung zeigte Fürst Alexander einem kleinen Kreise an Auserwählten bereits vorab, was neugierige Besucher auf dieser Führung durch die alte Fürstenwohnung erwartet. Zur feierlichen Eröffnung der einmaligen Sonderausstellung wurden rund 40 geladenen Gäste zu einem kleinem Empfang im Boisserie-Saal empfangen. "Dieses Haus hat den Charme eines lebenden Organismus. Sie sind die ersten Auserwählten, die in die alte Wohnung meines Vaters blicken können. Darauf dürfen Sie mit Verlaub stolz sein", begrüßte Fürst Alexander die Gäste. Stephan Guddat, Leiter des Museums- und Führungsbetriebes auf Schloss Bückeburg, dankte für die Unterstützung und das ihm entgegengebrachte Vertrauen, damit aus dieser Idee schnell Realität werden konnte. 14 Räume in der ersten Etage des Südflügels umfasst die Führung. Entlang eines 40 Meter langen Flurs schreitend erhalten die Besucher Einblicke, wie das tägliche Leben auf Schloss Bückeburg aussehen kann. Im "Fürstin Mutter-Zimmer" wurde liebevoll ein Frühstück für Königin Bathildis angerichtet, in der Kammer von Chauffeur Schneidewind erschreckt ein im Bett liegender "Mann" die Besucher. Stephan Guddat führte nicht nur informativ, sondern auch unterhaltsam durch die Räumlichkeiten. Hinzu erfreute der Fürst die Besucher mit der einen oder anderen Anekdote zu den Zimmern und aus dem Leben der Fürstenfamilie. Besondere Antiquitäten, Gemälde und Gobelin (Wandteppiche) aus den letzten Jahrhunderten begeistern ebenso wie die Architektur und die Innenausstattung der alten Fürstenwohnung. Die Besucher erleben mehrere Zeitsprünge durch die Jahrhunderte, so ist mancher Raum nahezu im einstigen Zustand belassen worden, andere wurden im Laufe der Jahre durch den Fürst und seine Familie umgestaltet. So trägt der "Rote Salon" und die Küche auch heute noch die Handschrift der ersten Fürsten-Gemahlin Lilly. Doch auch die Prominenz liebt es auf Schloss Bückeburg: So gibt es ein eigens dem Schauspieler Kurt Jürgens gewidmetes Badezimmer aus den 1970er Jahren, im Schlafzimmer neben der Kinderstube nächtigt am liebsten Desiree Nick und Schauspielerin Alexandra Kamp lernte auf Schloss Bückeburg ihren heutigen Lebensgefährten kennen. Der letzte Raum der Führung schien ebenso einer der Lieblingsräume des Fürsten zu sein: das Musikzimmer. Mit einem Flügel, ein Erbstück von Königin Charlotte, und der signierten Gitarre der "Scorpions", die der Fürst als Geschenk von der Band erhielt, bildet dieses Zimmer den krönenden Abschluss der Führung. Noch bis zum 8. März haben Besucher die Möglichkeit, in die Privatgemächer zu schauen. Weitere Informationen, die Termine für die Führungen und Sonderveranstaltungen sowie Karten sind erhältlich unter www.schloss-bueckeburg.de. "Wir sind bereits wahnsinnig gut gebucht, auch die Abendveranstaltungen in dieser Zeit erfreuen sich hoher Beliebtheit", so Guddat. Foto:nh

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