1. "Grüne Ziele" noch besser herausstellen

    Ortsverein forciert Bürgerbeteiligung / Klimaschutz

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    BAD NENNDORF (jl). Viel vor der Brust haben die hiesigen Grünen. Vor allem geht es dem noch jungen Ortsverein um die Bürgerbeteiligung und Präsenz. Weiterentwickelt werden soll das neue Format "Offene Treffen", sagten die Sprecher Birgit Kramp und Nils-Christoph Fiedler bei der Versammlung der Mitglieder. Die "grünen Ziele" seien noch besser herauszustellen.. Dafür soll auch eine Art politische Landkarte mit einer Übersicht, wo es überall ökologische Themen zu bearbeiten gibt, kommen. Die Treffen seien bisher "gut angelaufen", resümierte Fiedler. Dabei gehe es darum, mit Mitgliedern und Interessierten Input zu verschiedenen Themen zu sammeln, zum Beispiel zum autofreien Sonntag. Gerade als Kurstadt könnte man darüber nachdenken, einmal im Monat Fahrzeuge aus der Stadt zu verbannen. Dafür seien jedoch noch wirtschaftliche Fragen - etwa zur Sonntagsöffnungszeit des Rewe-Marktes - zu klären. Wie Fiedler schilderte, wollen die Grünen auch bei öffentlichen Veranstaltungen mehr Präsenz zeigen, und das auch kurzfristig. Geplant ist bereits in vier Wochen beim Bad Nenndorfer Weihnachtsmarkt einen Stand zu betreiben. Zudem will sich der Ortsverein beim Holocaust-Gedenktag, beim Internationalen Frauentag und bei der "Woki" im kommenden Jahr beteiligen. Auch beim Kulturfest will man wieder mit einem Infostand mitwirken. Grünen-Ratsfrau Imke Hennemann-Kreikenbohm warb dafür, auch speziell Frauen anzusprechen, um sie für die Politik zu begeistern. Hintergrund ist, dass nach zahlreichen Neueintritten die Zahl männlicher Mitglieder stark überwiege. Auf die Fahnen geschrieben hat sich die Natur- und Umweltpartei darüber hinaus die Fahrradsicherheit vor allem für Kinder und den weiteren Ausbau von Radwegen. Dafür soll eine Fahrradkarte, womöglich in Kooperation mit dem Samtgemeinde-Elternrat, aufgelegt werden. Thema war auch nochmal die Debatte im Rahmen des Klimanotstand-Antrags der Grünen. Da sei noch etwas zu klären und auszuräumen, sagte Ratsherr Bernd Reese. Noch nie sei er als "Ökofaschist" respektive "Ökopopulist", wie es später hieß, betitelt worden. Die nachträgliche Abschwächung nannte Dietmar Buchholz diskreditierend. Hennemann-Kreikenbohm wertete den gescheiterten Antrag dennoch als guten Erfolg, dass die Diskussion in die Bevölkerung getragen wurde. Sie forderte erneut ein Gesamtkonzept, "dass wir dem Klimaschutz Priorität geben". Als weitere Themen haben die Grünen das Förderprogramm "Stadtgrün", hier insbesondere den Schutz der Süntelbuchenallee, und die Fortschreibung des Landschaftspla ns von 1995 auf der Agenda. Foto: jl

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