1. Der Präsident ist für ein Jahr der König

    Schaffer krönen den DRK-Vorsitzenden Bernd Koller zur Kohl-Majestät / Bürgermeister fordert Wettschuld ein

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    STADTHAGEN/LANDKREIS (bb). Stadthagen hat seinen neuen Kohlkönig. Beim traditionellen Schaffermahl des Verkehrsvereins im Ratskellersaal rief Moderator Niels Busche vor rund 300 Feiernden den Präsidenten des Schaumburger Kreisverbandes des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Bernd Koller zur Majestät aus. 
Und setzte damit einen der Höhepunkte in einer Veranstaltung, die zwar nach bewährtem Programm ablief und doch manche Überraschung bot. Dazu zählte wie stets die Krönung des Kohlkönigs. Dass jemand aus dem Saal gegen Ende des Abends den Kohlstrunk als Zeichen seines Amtes in die Höhe recken wird, ist allen Anwesenden beim Schaffermahl klar. Sicher sein, dass sie nicht zur Amtsübergabe auf die Bühne zitiert werden, können jedoch eigentlich nur die Feiernden, die bereits einmal Kohlkönig waren. Und das Vorstandsteam des Verkehrsvereins Stadthagen, das die neue Majestät auswählt und ihren Namen geheim hält. So bot sich Moderator Niels Busche die Möglichkeit, beim Krönungsakt für den gewohnten Nervenkitzel zu sorgen. Er grenzte den Kreis der möglichen Kohlkönige schrittweise ein, bis hin zum Hinwies, dass die neue Majestät gedient habe, Träger des Bundesverdienstkreuzes sei und eher am Berg wohne. Manchem dämmerte so bereits, dass es um Bernd Koller ging. Kurz danach rief Busche die neue Majestät auf die Bühne. Koller erklärte, dass er sich sehr geehrt fühle, dieses Amt übernehmen zu dürfen. Er nahm die Königskette von Vorgänger Joachim Held entgegen. Die scheidende Majestät verabschiedete sich in Versform von seinen "Untertanen" im Saal. 
Busche, der zuvor mit manchem Ulk für viel Gelächter gesorgt hatte, war an diesem Abend nicht nur als Moderator gefordert. Unter dem Programmpunkt Bürgermeisterrede forderte Stadtoberhaupt Oliver Theiß die Einlösung einer Wettschuld ein. Eine Mini-Tischtennisplatte wurde auf der Bühne platziert und mit Schlägern und Ping-Pong-Ball ging es ins Kurz-Match. Theiß behielt im sportlichen Wettbewerb deutlich die Oberhand. Konsequenz der Niederlage war, dass Busche später das Schaffermahl mit auftragen musste. Das Ratskellerteam versorge die Schaffer mit dem Klassiker, Grünkohl, Brägenwurst, Kasseler und Kartoffeln. 
Viel Applaus erntete auch der als Festredner auftretende Heilpraktiker Axel Jacobs. Der machte sich an die Analyse eines zur Melodie von Reinhard Meys "Über den Wolken verfassten" Ulk-Textes. Und zwar zur Freude des Saales im Stile eines Literaturkritikers, der sich mit einem Meisterwerk beschäftigt. 
Karl-Heinz Hepe, Vorsitzender des Verkehrsvereins hatte in seiner Begrüßung zu Beginn des Abends auf eine Funktion der Traditionsveranstaltung hingewiesen, die über das ausgelassene Feiern hinausgeht. Das fröhliche Beisammensein spende Gemeinschaft und Zusammenhalt, wichtig gerade in unruhigen Zeiten. 
Foto: rg

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