1. "Endlich ist der Markttag wieder da"

    Der Martini-Markt in Wiedensahl lockt Besucher in Scharen / Marktschreier sorgen für besonderes Ambiente

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    WIEDENSAHL (bb). Bei sonnigem Herbstwetter hat der Martini-Markt in Wiedensahl Besucher in Scharen auf den 1,8 Kilometer langen Abschnitt der Hauptstraße gelockt, an den sich die Stände von rund 300 Marktbeschickern reihten. "Endlich Markt", fasste Wiedensahls Bürgermeisterin Anneliese Albrecht ihre Gefühlslage bei der offiziellen Eröffnung der Veranstaltung zusammen. Rund 30.000 Besucher locke der größte Eintagesmarkt Norddeutschlands jeweils einmal im Jahr in den Flecken mit seinen knapp 1.000 Bewohnern, hielt Albrecht fest. Sie verwies wie auch Landrat Jörg Farr auf das große Engagement der vielen ehrenamtlichen Helfer bei der umfangreichen Vorbereitung und der Organisation des Marktes. Entsprechend groß sei dann die Freude, wenn es tatsächlich losgehe, so Albrecht. Draußen entwickelte sich am Vormittag längst die Atmosphäre, welche den Besuch der "Heiratsmarktes" für so viele attraktiv macht. "Ich bin eigentlich 87 Jahre alt. Die Falten habe ich mir heute Morgen mit dem Dampfdruckglätter aus dem Gesicht entfernt", bewarb eine der Marktbeschickerinnen das von ihr angebotene Haushaltsprodukt. In einer Vorführung demonstrierte sie, wie sich mit dem Gerät verschiedene Textilien im Handumdrehen glätten lassen. Und erfreute die umstehenden mit zotigen Erklärungen. Ganz ähnlich aber etwas lauter ging es am Wagen von "Bananen-Fred" zu, der eine Packung Obst nach der anderen in eine Tüte stopfte und diese an die Kunden verkaufte, die in einer großen Traube warteten. "Wenn eine Frau sagt `vielleicht`, hast du schon viel erreicht. Wenn eine Frau sagt `ja`, wirst du bald Papa". Mit solchen und ähnlichen Sprüchen unterhielt Bananen-Fred sein Publikum, reichte auch manches Stück Obst zum Direktverzehr hinunter. Autopolitur, Scheibenreinigungsmittel, Messer, Traktoren, Mützen, Lakritz, Körbe, japanisches Heilpflanzenöl und vieles weitere mehr, die Markt-Fans fanden eine gewaltige Menge von Produkten, die zum Verkauf angeboten wurden. Dazu ergab sich die Gelegenheit, in die Gaststätten, Partyzelte oder an den verschiedenen Ständen einzukehren, sich zu stärken, ins Gespräch zu kommen und auf den Markt mit seiner langen Tradition anzustoßen.
Foto: bb

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