1. Hungrig und abgemagert aufgefunden

    Verwaiste Seeadler in der Wildtierstation aufgenommen / Paten gefunden

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    SACHSENHAGEN (mk). Mit nur zehn Tagen Abstand hat die Wildtier- und Artenschutzstation in Sachsenhagen gleich zwei junge Seeadler aufgenommen, die im Raum Neustadt am Rübenberge hochgradig abgemagert und geschwächt aufgefunden wurden. Den ersten Adler fanden Mitarbeiter der Ökologischen Schutzstation Steinhuder Meer und brachten ihn in die Wildtierstation. Es handelt sich um einen männlichen Jungvogel der mit 2.450 Gramm stark untergewichtig und nicht mehr flugfähig war. Der zweite Seeadler wurde auf einem Forstweg entdeckt. Nachdem der Vorsitzende des NABU-Neustadt Reinhard Hoffknecht die Wildtierstation verständigt hatte, konnte der weibliche Jungvogel von Stationsleiter Dr. Florian Brandes um 22 Uhr im Wald eingefangen werden. Auch dieser Jungadler war so geschwächt, dass er mit Sicherheit verhungert wäre, wenn man ihn nicht gefunden hätte. Da der Fundort des zweiten Jungvogels nur 1,5 Kilometer vom Fundort des ersten entfernt war kann man davon ausgehen, dass es sich um Geschwister handelt, denn beide Adler können erst vor kurzem aus dem Horst ausgeflogen sein und sich noch nicht sehr weit von diesem entfernt haben. Der Standort des Horstes ist allerdings nicht bekannt. Ebenfalls unbekannt ist, warum gleich beide Jungadler den Anschluss an die Eltern verloren haben. Die Führung durch die Altvögel ist in den ersten Wochen nach dem Ausfliegen lebensnotwendig, bis die Jungvögel gelernt haben sich selbst zu versorgen. Nachdem die Jungvögel wieder kräftig genug sind, sollen sie zur Kontrolle der Auswilderung einen Sender erhalten. Damit kann regelmäßig ihr Standort ermittelt werden, um sie weiter zu zufüttern und vor Ort sehen zu können, ob sie sich in gutem Gesundheitszustand befinden. Die Patenschaft und Kosten für die rund 1.000 Euro teuren Sender übernehmen der Deutsche Falkenorden - Bund für Falknerei, Greifvogelschutz und Greifvogelkunde e. V. und der NABU-Neustadt e.V. der zu diesem Zweck auch noch Spenden sammelt (www.nabu-neustadt.de). Der männliche Jungadler hat sich in kurzer Zeit erholt und gut an Gewicht zugelegt. Deswegen konnte er letzte Woche besendert freigelassen werden. In den ersten Tagen nach der Auswilderung hielt er sich westlich der Wildtierstation im Schaumburger Wald auf und hat sich auch noch angebotenes Futter geholt. Foto: privat

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