1. "An vielen kleinen Stellschrauben drehen"

    Familie von Schöning bewirtschaftet jetzt auch das Schloss Marienburg

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    LANDKREIS/REMERINGHAUSEN (bb). Vielen Schaumburgern ist die Familie von Schöning als Gastgeber der verschiedenen Events auf dem Rittergut Remeringhausen bekannt. Am 1. Juli sind Nicolaus und Tania von Schöning auch in die Bewirtschaftung von Museum, Gastronomie und Veranstaltungswesen von Schloss Marienburg bei Pattensen eingestiegen. "Hauptziel ist es, den Bestand des Schlosses für die Zukunft zu sichern", wie Nicolaus und Tania von Schöning erklärten. Um dies zu erreichen, gelte es, das historische Bauwerk als langfristig wirtschaftlich unabhängigen Ausflugsort zu etablieren. Im Jahr 1857 schenkte der blinde König Georg der V. von Hannover seiner Frau Marie das Schloss zum Geburtstag. Deshalb blieb die Marienburg, auch nach der Annexion Hannovers durch Preußen im Besitz der Welfen. Heute weist das pittoreske Schloss einen erheblichen Sanierungsbedarf auf. In einem längeren Verhandlungsprozess erarbeiteten die niedersächsische Staatskanzlei, das Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Nicolaus von Schöning und Erbprinz Ernst August von Hannover ein Konzept zum Erhalt des geschichtsträchtigen Bauwerkes. Das Schloss wird in eine Stiftung überführt. In deren Stiftungsrat hält die Öffentliche Hand die Mehrheit, dazu sind der Erbprinz und der Bewirtschafter vertreten. Die Funktion des Bewirtschafters hat zum 1. Juli die Familie von Schöning übernommen. Es sei eine reizvolle Aufgabe, sich dem Erhalt und der Belebung des letzten Königsschlosses der Welfen zu widmen, wie Tania und Nicolaus von Schöning ausführten. Es gebe kein zweites Bauwerk, in dem und mit dem sich die Geschichte Niedersachsens so gut erzählen lasse. Die Familie von Schöning kann auf die Erfahrungen aus der erfolgreichen Entwicklung des Rittergutes Remeringhausen zu einer beliebten Eventlocation zurückgreifen. Dieser Hintergrund war es auch, der die Schaumburger für die Bewirtschaftung der Marienburg ins Gespräch brachte. "Wir müssen dort nichts ganz grundlegend umstoßen, es sind eher viele kleine Stellschrauben, die gedreht werden müssen", umschrieben Nicolaus und Tania von Schöning ihre Herangehensweise. In den rund 60 Angestellten hätten sie ein gutes Team mit vielen engagierten Mitarbeitern vorgefunden. Diese seien froh, dass die Phase der Unsicherheit ende und ihre Arbeitsplätze gesichert seien. Schrittweise würden nun neue Ideen eingebracht und das Bewirtschaftungskonzept weiter ausgeformt. Dies erfolge in einem Prozess, parallel mit dem Voranschreiten der Sanierung. Es sei erfreulich, dass die Öffentliche Hand mit 13,6 Millionen Euro aus Bundesmitteln und 13,6 Millionen Euro aus Landesmitteln eine erhebliche Summe in das historische Bauwerk investiere. Dies sei auch ein Zeichen dafür, welchen hohen Stellenwert Land und Bund der Marienburg einräumen würden. Durch enge Zusammenarbeit der Betriebe Rittergut Remeringhausen, dem verwandtschaftlich verbundenen Gräflichen Landsitz Hardenberg und der Marienburg könnten Synergieeffekte realisiert werden, so Nicolaus von Schöning. Wichtig sei es ihnen dabei jedoch, auch auf der Marienburg möglichst viel Präsenz zu zeigen, wie Nicolaus und Tania von Schöning erläuterten. Dies entspreche ihrem Verständnis ihrer Rolle als Gastgeber. Zu den ersten Schritten werde eine Intensivierung des Museumsbetriebes zählen. So sei geplant, weitere Räume des Schlosses der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Mit der über rund drei Jahre gelaufenen Sonderausstellung "Der Weg zur Krone" seien hohe Besucherzahlen erreicht worden, auch beispielsweise die Themenführungen seien sehr beliebt. Als nächste große Veranstaltung stehe Ende August das mehrtägige "Best of Kleines Fest" vor der Tür, das herausragende Elemente vom "Kleinen Fest im Großen Garten" aus Hannover zusammenfasst. Foto: bb/privat

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