1. Familien mit Schulkindern entlasten

    Kreistagsabgeordnete fordern geringeren Elternanteil für Schülerbeförderung

    Dieser Eintrag wird bereitgestellt durch Schaumburger Wochenblatt | Impressum

    LANDKREIS (jl). Die Kreistagsabgeordneten Fabian Heine und Jörn Lohmann (beide CDU) wollen die Kosten für die Schülerbeförderung senken. Denn die müssen Eltern für ihren Nachwuchs ab der zehnten Klasse bis zu einem Betrag von 80 Euro selbst tragen - auf Antrag übernimmt der Landkreis die darüber hinaus anfallenden Ausgaben. Zu wenig, wie die beiden jungen Politiker jetzt in einer Pressemitteilung mit Blick auf die derzeit höchste gezahlte Summe von 106,40 Euro pro Fahrkarte und Monat betonen. "Wir wollen das Wohnen für Familien mit schulpflichtigen Kindern auch außerhalb der vier Mittelzentren attraktiver machen und die Familien entlasten", schreibt Lohmann, Vorsitzender der Jungen Union und gebürtiger Auetaler, der nach eigenen Angaben nicht nur den langen Schulweg, sondern auch die damit verbundenen Kosten aus eigener Erfahrung kennt. Parteikollege Heine (CDU) ergänzt, dass eine Anpassung der aktuellen Erstattung sinnvoll sei, da immer mehr Schüler in Schaumburg die Oberstufen besuchten. Die jungen Kreistagsabgeordneten halten eine Senkung der Erstattungsgrenze auf bis zu 50 Euro für angemessen. Damit könnten Familien jährlich um bis zu 360 Euro je Fahrkarte entlastet werden. Derzeit nehmen ihren Angaben zufolge nur 39 Schüler die Kostenerstattung in Anspruch, der Haushalt werde mit weniger als 4.000 Euro im Jahr belastet. Zwar steht die "stufenweise Einführung" des kostenfreien Schülerverkehrs im Sek-II Bereich im Koalitionsvertrag der Landesregierung. "Ob und wann diese getroffene Vereinbarung tatsächlich umgesetzt wird und wie klein oder groß die Stufen dieser Entwicklung sein werden, ist jedoch auch nach mehrfacher Nachfrage ungewiss", bedauern Heine und Lohmann. Beide wollen sich auch im Rahmen der Aktualisierung des Nahverkehrsplanes für eine Begrenzung der Fahrdauer im Schülerverkehr einsetzen. Kein Schüler, so ihre Forderung, soll länger als eine Stunde unterwegs sein. Foto: privat

  2. Kommentare

    Bitte melden Sie sich an