1. Vollsperrung sorgt für lange Staus im Nordkreis

    Lkw-Fahrer bei Unfall lebensgefährlich verletzt / Polizei sucht Zeugen

    Dieser Eintrag wird bereitgestellt durch Schaumburger Wochenblatt | Impressum

    BAD NENNDORF (em). Auf der Bundesautobahn (BAB) 2 ist es Montagmittag gegen 12.30 Uhr bei Bad Nenndorf zu einem Unfall zwischen zwei Lkw gekommen. Ein derzeit nicht identifizierter Fahrer hat dabei lebensgefährliche Verletzungen erlitten. Aufgrund von Bergungsarbeiten war die BAB 2 in Höhe der Unfallstelle in beide Fahrtrichtungen über Stunden voll gesperrt. Es kam dadurch im Schaumburger Nordkreis und der westlichen Region Hannover zuerheblichen Behinderungen. Den entstandenen Schaden schätzen die Beamten auf 50.000 Euro. Nach derzeitigem Ermittlungsstand war der Mann - seine Identität konnte bislang nicht zweifelsfrei geklärt werden - mit seinem Kühllaster (DAF) gegen 12.30 Uhr auf dem mittleren Fahrstreifen der BAB 2 in Richtung Hannover unterwegs. Nachdem er die Anschlussstelle Bad Nenndorf passiert hatte, geriet der 50 Jahre alter Fahrer eines Lkw mit Tiefladeanhänger - dieser fuhr auf dem rechten Fahrstreifen der BAB 2 - aus bislang unbekannter Ursache mit seinem Fahrzeug zu weit nach links. Im weiteren Verlauf stießen beide Lkw zusammen, wodurch der Kühllaster nach links in die Mittelschutzplanke prallte. Durch die Wucht des Aufpralls riss das Führerhaus ab und stürzte mit dem Dach auf die Fahrbahn in Richtung Dortmund. Zeitgleich begann der Anhänger auf der Richtungsfahrbahn Hannover zu brennen. Bei dem Aufprall wurde der DAF-Fahrer in seinem Führerhaus eingeklemmt und musste von der alarmierten Feuerwehr befreit werden. Ein Audi-Fahrer (38 Jahre) konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und stieß gegen den an der Mittelschutzplanke stehenden Auflieger. Der 38-Jährige sowie seine beiden Mitfahrer blieben, wie auch der Fahrer des Lkw mit Tiefladeanhänger, unverletzt. Nur durch das schnelle Eingreifen der nachfolgenden Autofahrer, die etliche Feuerlöscher eingesetzt haben, konnte ein Übergreifen des Feuers auf die Kabine verhindert werden. Diese Löschversuche haben dem Fahrer davor bewahrt, in seiner Fahrerkabine zu verbrennen. Erste Maßnahme der Feuerwehr war die Abschirmung der Kabine vom brennenden Teil. Um genug Löschwasser vor Ort zu haben, wurden um 12:51 Uhr die Feuerwehren aus Bad Nenndorf und Rodenberg aus dem Landkreis Schaumburg nachgefordert. Mit ihren wasserführenden Fahrzeugen brachten sie im Pendelverkehr Wasser zur Einsatzstelle. Der eingeklemmte LKW Fahrer musste mit hydraulischen Rettungsgeräten aus der Kabine befreit werden. Da die Kabine auf der Rückseite lag, gestaltete sich diese Arbeit sehr schwierig. Die meiste Zeit musste in Kopfhöhe mit den schweren Geräten gearbeitet werden. Um 13:39 Uhr konnte der schwerverletzte Fahrer aus seiner Kabine befreit und an den Rettungsdienst übergeben werden. Anschließend transportierte ein an der Unfallstelle gelandeter Hubschrauber den lebensgefährlich Verletzten zur stationären Behandlung in eine Klinik. Der Verkehrsunfalldienst Hannover sucht Zeugen, die Angaben zum Unfallhergang machen können. Sie werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0511/1091888 zu melden. 
Foto: privat

  2. Kommentare

    Bitte melden Sie sich an