BAD NENNDORF (jk). Die Bürgerinitiative "Lebenswertes Bad Nenndorf" veranstaltete ein Informationstreffen im VfL-Vereinsheim in der Bahnhofstraße. Es handelte sich an diesem Abend um die insgesamt zweite Versammlung der Initiative und interessierte Bürger füllten den Raum bis zum letzten Stuhl. Ein großes Anliegen der Bürgerinitiative ist es, dass bezahlbarer Wohnraum in Zentrumsnähe und nicht am Rand des Ortes gebaut werden soll. Die Baugebiete Bad Nenndorfs sollten sich eher Richtung Osten orientieren und nicht Richtung Westen an die Ortschaft Horsten. Die Bürgerinitiative betont, dass die Erhaltung und der Schutz der Grünzäsur des Ortes Horsten Priorität haben sollte. Die Grünzäsur ist ein zusammenhängender Bereich, der für die Sicherung verschiedener ökologischer Funktionen des Gebietes notwendig ist. Sie dienen gleichzeitig als Klimaschneisen sowie als Rückzugs- und Austauschgebiet für Tiere und Pflanzen. Horsten erhielt durch das regionale Raumordnungsprogramm die besondere Entwicklungsaufgabe "Ländliche Siedlung", das heißt der Ort sollte sich in seiner Siedlungsstruktur nicht verändern und Bad Nenndorf kann demnach nicht zu nah an Horsten heranbauen. Die Initiative weist zudem darauf hin, dass die Bevölkerung kontinuierlich altert. Die jüngeren Bewohner neigen vermehrt dazu aus der Kleinstadt in die nahe liegende Großstadt Hannover zu ziehen. Laut einer Prognose wird im Jahr 2030 die Mehrheit der Bad Nenndorfer über 50 Jahre alt sein. Aus diesem Grund sei es besonders wichtig, erst den Bedarf von neuen Baugebieten zu klären bevor sie entstehen.
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Keine Gegner von Entwicklung, sondern Förderer guter Planung
Info-Treffen der Bürgerinitiative / Alle Plätze waren belegt
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