1. Umgestaltung startet in Marktstraße

    Nur wenn das Projekt eines Investors nicht zu einem anderem Vorgehen führt

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    In welcher Reihenfolge sollen verschiedene Abschnitte der Fußgängerzone umgestaltet werden, mit dieser Frage beschäftigte sich der Bauausschuss auf seiner jüngsten Sitzung. Obernstraße, der sich anschließende Fußgängerzonenbereich der Niedernstraße sowie der Marktstraße ordneten die Gutachter eine hohe Dringlichkeit zur Sanierung ein. Die Verwaltung empfahl, sich zuerst an die Planungen für die Obern- und Niedernstraße zu machen. Die stellvertretende Bauamtsleiterin Stefanie Schädel erklärte, dass in allen drei Abschnitten vordringlicher Handlungsbedarf erkannt worden sei. In der Marktstraße stelle sich allerdings die Situation so dar, dass ein Investor Überlegungen zu einem Projekt anstelle, das möglicherweise Auswirkungen auf die Gestaltung im westlichen Bereich der Straße haben könne, so Schädel. Außerdem könne ein solches Projekt zur Folge haben, dass über die dann gerade sanierte Straße Baustellenverkehr rolle. Empfehlung der Verwaltung sei daher, sich zunächst den Vorbereitungen zur Umgestaltung der Obern- und Niedernstraße zuzuwenden. Und anschließend zur Marktstraße zu kommen, wenn Klarheit über das Vorhaben des Investors herrsche. Die Mehrheitsgruppe SPD/Grüne/FDP und die CDU sprach sich jedoch dafür aus, zuerst die Marktstraße anzupacken. Rolf Rösemeier-Tietjen (Grüne) erklärte, dass die Mehrheitsgruppe zunächst diesen Abschnitt als "Tor zum Markplatz angehen wolle. Er schlug vor, hier zumindest den östlichen Abschnitt der Fahrbahn, von der Wallstraße bis zur Sparkasse zu erneuern. Dem schloss sich Heiko Tadge (CDU) an. Oberste Priorität solle aus Sicht der CDU die engere Anbindung des Kaufhauses Hagemeyer an den Marktplatz besitzen. Würde die Planung für den Ostteil eingeleitet, werde dazu ein Signal gesetzt. Eventuell herrsche anschließend schon Klarheit zum möglichen Projekt des Investors, und die Vorbereitung für die Sanierung des Westteils könne rasch folgen. Jürgen Burdorf (WIR) sprach sich für die Position der Verwaltung aus. Es sei von Vorteil, das gesamte Vorhaben aus einem Guss und nicht abschnittsweise planen zu können, gerade auch wenn es eventuell um die Straßenführung gehe. Stefanie Schädel erklärte, dass der Ostteil der Marktstraße eigentlich der Abschnitt sei, der noch in relativ gutem Zustand sei. Kritisch sei vor allem der Westabschnitt. Sie schlug vor, zunächst Vorplanungen für die Marktstraße insgesamt einzuleiten, die noch nicht so detailliert seien. Komme das Vorhaben des Investors nicht in absehbarer Zeit zur Ausführung oder würden die Auswirkungen auf den Straßenraum klarer, könne die Umgestaltung vorangetrieben werden. Als zweiter Schritt sei das größere Vorhaben in der Obern- und Niedernstraße anzugehen. Entschließe sich der Investor jedoch tatsächlich in die Bauphase einzutreten, sei es sinnvoll, die Umgestaltung in der Marktstraße vorerst zurückzustellen und die Priorisierung wieder zu verändern. Die Ausschussmitglieder sprachen sich einstimmig für diese Vorgehen aus, über das der Verwaltungsausschuss entscheiden wird. In die Entwicklung der Planungen zur Umgestaltung der verschiedenen Abschnitte der Fußgängerzone sollen die Bürger über Beteiligungsverfahren eingebunden werden.Foto: bb

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