1. "Nur per Gesetz machen Männer Platz für Frauen in der Politik"

    Marja-Liisa Völlers: Wie kann eine bessere Partizipation von Frauen gelingen?

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    "Immer wieder kommt die Frage auf, wie die Partizipation von Frauen in allen Ebenen besser funktionieren kann", beginnt Völlers ihren Vortrag. Die Renten von Frauen seien durch Teilzeitarbeit und Minijobs viel geringer als die der Männer. Dadurch würden Frauen auch seltener in die Karriere gehen. Völlers stellte daher Forderungen auf, wie eine bessere Partizipation von Frauen in der Politik gelingen könnte. Zum Einen sind 25- bis 45-jährige Frauen stark durch die Organisation der Familie und des Berufes eingespannt, hier bräuchte man eine Entlastung. Beispielsweise könnten Kommunen bei Bedarf eine Kinderbetreuung anbieten, dass Frauen vermehrt an Ratssitzungen teilnehmen könnten. Auch führte Völlers auf, dass der Staat Frauen in der Politik mehr fördern müsste. Das Grundgesetz verpflichtet den Staat in Artikel 3, die Gleichberechtigung von Frauen und Männern durchzusetzen und Benachteiligungen zu beseitigen. Der Frauenanteil im Deutschen Bundestag ist 2019 mit 30,7 Prozent so niedrig wie seit knapp 20 Jahren nicht mehr. "Unsere Antwort darauf ist ein Paritätsgesetz", erklärt Völlers. "Nur per Gesetz machen Männer Platz für Frauen, die mindestens genauso gut dafür geeignet sind wie sie selbst", betont Völlers. Denn auch Frauen müssten dringend ihre Sichtweisen in die Politik miteinbringen. Im gleichen Atemzug erwähnte Völlers das Politikmentoring-Programm. Mit diesem Programm möchte das Sozialministerium einen Beitrag leisten, den Frauenanteil in der Politik zu erhöhen. Im Rahmen des Programms kann eine erfahrene Politikerin als Mentorin oder ein erfahrener Politiker als Mentor eine interessierte Frau bei ihrem Einstieg in die Politik unterstützen. Als Mentee darf sie zum Beispiel das Alltagsgeschehen in den Parlamenten kennenlernen und bekommt Zugang zu wichtigen Netzwerken. Das Programm läuft ein Jahr. Am Ende des Jahres können sich die Frauen dann entscheiden, ob sie kandidieren wollen oder nicht. Bewerbungsmaterialien sind schon bald unter www.Frau-Macht-Demokratie.de zu finden und sollten bis zum 15. Mai eingeschickt werden. Im Anschluss an den Vortrag folgte eine rege Diskussion. Foto: jb

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