1. Heimische Autorin Lisa Kreißler erhält Literaturpeis

    Die Schaumburgerin wird mit dem Nicolas-Born-Debütpreis ausgezeichnet

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    POHLE (jl). Die heimische Autorin Lisa Kreißler erhält neben dem Österreicher Christoph Ransmayr einen der Nicolas-Born-Preise des Landes Niedersachsen 2018. Die Literaturpreise mit einer Gesamtdotierung von 30.000 Euro wurden auf Empfehlung einer vierköpfigen Jury - unter anderem mit Vertretern der FAZ und von NDR Kultur - vergeben. "Mit Christoph Ransmayr und Lisa Kreißler zeichnen wir zwei herausragende Schriftsteller aus, die auf ganz unterschiedliche Weise überzeugen", wird Niedersachsens Kulturminister Björn Thümler zitiert. "Mit ihrem literarischen Schaffen setzen sie beide sowohl sprachlich als auch inhaltlich neue Impulse, die ihre Leser zum Nachdenken bewegen." Während der Nicolas-Born-Preis zu Ehren des gleichnamigen Schriftstellers das Werk herausragender deutschsprachiger AutorInnen würdigt, wird mit dem Debütpreis ein/e Schriftsteller/in ausgezeichnet, der/die noch am Anfang seiner/ihrer literarischen Karriere steht. Und dieser, dotiert mit 10.000 Euro, geht an die 1983 in Bückeburg geborene und heute in Pohle lebende Kreißler. Bisher hat sie zwei Romane veröffentlicht: "Blitzbirke" (2014) und "Das vergessene Fest" (2018). Laut der Jury handeln ihre Texte von heutigen, jungen Menschen, die ihren Platz im Leben suchen, und wie alle große Literatur von Liebe und Tod. Das Urteil: "Die Autorin hat in einer noch wenig von Dichtern besungenen Region im Südwesten Hannovers ihr ureigenes literarisches Universum geschaffen. Darin ist Raum für bodenständige, fast bäuerliche Verwurzelung in einem Zuhause mit Geschwistern, Eltern und Großeltern, aber auch für eine mythische Dimension, bevölkert von Pflanzen, Tieren und Geistern, zur Illustration einer Seelenlandschaft." Ihr österreichischer Kollege Ransmayr erhält den mit 20.000 Euro dotierten Hauptpreis - für seine besondere Kunst "reale und historische Ereignisse in phantastische, symbolische, metaphysische Weltentwürfe zu verwandeln", wie die Jury lobt. Der Sprung in die erste Reihe europäischer Literatur gelang Ransmayr mit dem Roman "Die letzte Welt" von 1988. Die Verleihung der Preise findet durch den Kultusminister am 4. Dezember im Literaturhaus Hannover statt. Foto: jl/Archiv

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