1. Ein Kita-Besuch wirkt sich positiv aus

    Schuleingangsuntersuchung zeigt mehr Sprachdefizite bei Einschulungskindern

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    LANDKREIS (jb). Über 40 Prozent der Kinder im Einschulungsalter zeigen leichte oder stärkere Auffälligkeiten bei der Entwicklung der Sprache oder sind bereits in therapeutischer Behandlung. Dies ist ein Ergebnis aus dem Bericht zu den Schuleingangsuntersuchungen 2017, den das Niedersächsische Landesgesundheitsamt jetzt veröffentlicht hat. Im Rahmen der Schuleingangsuntersuchungen 2010 lag dieser Anteil noch bei 35 Prozent. "Diese Zahlen zeigen Handlungsbedarf angesichts der Bedeutung der Sprache für die Teilhabe am Unterricht und dem sozialen Miteinander", sagte Dr. Elke Bruns-Philipps vom Niedersächsischen Landesgesundheitsamt. "Die Auswertungen zeigen aber auch, dass sich der Besuch eines Kindergartens positiv auf die Sprachenentwicklung auswirkt und die frühzeitige Erkennung von Sprachdefiziten ermöglicht." Für alle Untersuchungsbereiche gilt: Kinder, die einen Kindergarten besuchen, sind häufiger unauffällig und altersgerecht entwickelt und befinden sich häufiger bereits in ärztlicher oder therapeutischer Behandlung, wenn Entwicklungsdefizite festgestellt wurden. Dies deutet darauf hin, dass die Hinweise der Erzieherinnen und Erzieher zu einem früheren Erkennen von Beeinträchtigungen beitragen und sich der Besuch eines Kindergartens positiv auf die Entwicklung des Verhaltens, die sprachlichen sowie fein- und grobmotorischen Fähigkeiten auswirkt.Fasst man die Ergebnisse aller Untersuchungsbereiche der Schuleingangsuntersuchung für den Landkreis Schaumburg zusammen, wurden bei 63 Prozent der untersuchten Kinder ausschließlich unauffällige Befunde oder leichte Auffälligkeiten festgestellt. Rund 13,1 Prozent der untersuchten Kinder befinden sich bereits in Behandlung/Therapie und bei rund 5,3 Prozent der Kinder wurde eine weitere ärztliche Abklärung empfohlen.Im Einschulungsjahr 2017 wurden insgesamt 68.815 Jungen und Mädchen von den Kinder- und Jugendärztlichen Diensten der niedersächsischen Gesundheitsämter erstmalig im Rahmen der Schuleingangsuntersuchung untersucht. Im Landkreis Schaumburg waren das 1.379 Jungen und Mädchen. Über einen Migrationshintergrund verfügten in Schaumburg rund 18,8 Prozent der angehenden Schulanfängerinnen und Schulanfänger. Foto: fotolia

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