1. Sich ¸ber das Herz begegnen

    Austausch beim interkulturellen Buffetabend / Mehr Resonanz von auflerhalb gew¸nscht

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    BAD NENNDORF (jl). Wie l‰sst es sich besser ins Gespr‰ch kommen, als bei gutem Essen? Wenn dieses noch eine kulinarische Vielfalt der Kulturen darstellt, ist das Erfolgsrezept f¸r einen interkulturellen Begegnungsabend des Kreisverbandes der Arbeiterwohlfahrt (Awo) perfekt. Einziger Wermutstropfen: G‰ste von auflerhalb suchte man unter den Ehrenamtlichen und Fl¸chtlingsbewohnern in der Gemeinschaftsunterkunft in der Horster Strafle vergebens ñ leider, wie Marcus Wilm konstatierte. ÑWir wollten unser Haus f¸r die Begegnung, Vielfalt, Toleranz und Offenheit ˆffnenì, sagte der sozialp‰dagogische Leiter der Gemeinschaftseinrichtungen. Dabei machte er keinen Hehl daraus, dass er sich mehr Resonanz seitens der Bevˆlkerung gew¸nscht h‰tte. Zumal vorher eigens Einladungen an die Nachbarn verteilt worden waren. Der Identit‰tswunsch der Zugewanderten sei stark. ÑSie wollen mit den Menschen hier in Kontakt treten und dazugehˆrenì, weifl der Sozialarbeiter aus Erfahrung. Ein Prozess, der sich aber als schwierig erweise, wie er bedauert: ÑDen Austausch auflerhalb der Institution gibt es noch zu wenig.ì Diana Ludwig von der Beratungs- und Koordinierungsstelle f¸r b¸rgerschaftliches Engagement in der Fl¸chtlingshilfe riet dazu sich ¸ber das Herz zu begegnen: ÑDas ist das Besteì, so die Soziologin. Lob richteten die beiden Awo-Mitarbeiter vor allem an die Bewohner. ÑSensationell was hier gekocht wurdeì, w¸rdigte Wilm deren mitunter stundenlanges Engagement in der K¸che, um landestypische Kˆstlichkeiten zu servieren. ÑEinige haben schon in der Nacht angefangen zu kochenì, verriet er. ÑDas ist r¸hrend.ì Sie tischten aber nicht nur ein mehrere Meter langes Buffet auf, sondern warfen sich zum Teil auch selbst in Schale. Alami Aziz etwa erschien im blauen handgen‰hten Gewand. Das habe ihm seine in Afghanistan lebende Mutter nach Deutschland geschickt, erz‰hlte er stolz. Vier Tage habe sie f¸r die aufwendige Handarbeit gebraucht. Zu dem bunten Mitbring-Buffet hatte die Awo im Rahmen der Interkulturellen Wochen eingeladen. Neben Bad Nenndorf fanden auch in Rinteln und B¸ckeburg ‰hnliche Veranstaltungen statt. Foto: jl BUZ NE40JL20 01: Nicht nur am bunten Mitbring-Buffet, das zu einer kulinarischen Reise durch die Welt einl‰dt, kommen die G‰ste ins Gespr‰ch.

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