BAD NENNDORF (pp). Der 10. September ist 2003 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als Weltsuizidpräventionstag ausgerufen worden. Zum zweiten Mal hat auch das Schaumburger Bündnis gegen Depression (Bündnis) diesen Termin genutzt, um das Tabuthema Suizid mit einer Veranstaltung in der Wandelhalle in Bad Nenndorf in die Öffentlichkeit zu tragen. Vorgestellt wurde dabei auch der im Rahmen des Projektes "EinMiteinanderBewegen2.0" erarbeitete Workshop "Acht (e;e) Mich", der das Ziel hat, den achtsamen Umgang mit sich selbst und anderen zu fördern. "Wir arbeiten in einem Trialog mit Betroffenen, Angehörigen und beruflich Helfenden zusammen. Mit dem Workshop 'Acht (e;e) Mich' wollen wir ein Zeichen gegen Diskriminierung und Ausgrenzung setzen", erläuterte Bündnismitglied Dr. Maik Behrendt das Konzept. "Jährlich sterben über 9.000 Menschen durch Suizid. Achtsamkeit und Aufklärung können hier Leben retten", betonte Sunita Schwarz, Koordinatorin des Bündnisses. "Achtsamkeit beinhaltet Konzentration und Aufmerksamkeit", führte Sascha Bunge mit einem Impulsvortrag in das Thema ein. "Achtsamkeit ist eine Haltung und braucht Übung." Für die Besucher standen im Verlauf der Veranstaltung zahlreiche Ansprechpartner aus verschiedenen Organisationen und den Arbeitsgruppen des Bündnisses für Fragen zur Verfügung. Dazu kamen ein Schnupper-Workshop mit Übungen zur Achtsamkeit, ein Achtsamkeitsspaziergang sowie zwei Themeninseln, in denen Gedanken zu den Bereichen Achtsamkeit und Suizidalität zu Papier gebracht werden konnten. Als Showacts präsentierte der TSC Blau-Gold Röcke, der erste Verein im Bündnis, passend zum Projekt "EinMiteinanderBewegen2.0" seine Rock' n' Roll-Truppe "LollyPops" sowie ein Standardtanzpaar. Foto: pp
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"Acht (e;e) Mich": Ein gemeinsames Projekt gegen Ausgrenzung und Diskriminierung
Bündnis gegen Depression informierte am Weltsuizidpräventionstag über Themen, die das Leben retten können
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