1. Beim Wandern die Kurstadt lieben gelernt

    Warum Wolfgang Lietz seit 50 Jahren zur Kur nach Bad Nenndorf kommt

    Dieser Eintrag wird bereitgestellt durch Schaumburger Wochenblatt | Impressum

    BAD NENNDORF (jl). Es ist die Nähe zum Deister in Kombination mit Moor und Sole, die Wolfgang Lietz seit 50 Jahren immer wieder zu Kur nach Bad Nenndorf zieht. "Mir gefällt hier die Gegend", verrät der Hamburger bei seinem 25. Aufenthalt. Seit 1968 reist er alle drei Jahre an, um sich vor Ort die gesundheitsfördernden Anwendungen verschreiben zu lassen. Anwendungen, die er in der Hansestadt so nicht bekomme, wie Lietz betont. Aber auch darüber hinaus spricht ihn dieser Flecken Erde an, sodass er Bad Nenndorf zudem mehrfach privat oder mit seinem Kegelverein besuchte. Gekegelt habe er hier allerdings nur einmal im alten Bahnhof. Durch einen Wanderausflug in den Deister lernte er die Kurstadt überhaupt erst kennen - und als leidenschaftlicher Wanderer die Landschaft schnell lieben. "Im Deister kann man sehr gut wandern", weiß der 81-Jährige, der auch während seines jüngsten Besuchs bis ins 8,5 Kilometer entfernte Barsinghausen lief. Zurück habe er aber die Bahn genommen, ergänzt er schmunzelnd. Früher fuhr er auch viel mit dem Fahrrad, zum Beispiel bis nach Lauenau oder zum Steinhuder Meer. "Man muss was tun, auch wenn das Wetter schlecht ist", lautet sein Credo. Viel gesehen hat er auch an Unterkünften, jedes Mal war er woanders eingemietet. Nicht überall habe es ihm so gut gefallen wie dieses Mal im "Haus Charlotte", schmunzelt der Senior. Zudem weiß er die vielfältigen Gastronomieangebote, allen voran die verschiedenen Mittagstische, zu schätzen. Ebenso positiv überrascht zeigt er sich von der Kurpark-Umgestaltung: "Das ist schön geworden." Es gibt aber auch Veränderungen, die ihm missfallen - zum Beispiel, dass im Vergleich zu früher mehr kleinere Ladengeschäfte Konkurs anmelden müssen. Zudem sei zu Zeiten seiner ersten Visiten grundsätzlich familiärer zugegangen. Da habe er etwa in einer Pension, in der er untergebracht war, als leidenschaftlicher Kleingärtner noch voller Tatendrang im Garten mitgeholfen und für seine Touren Lunchpakete zusammengestellt bekommen. "Bad Nenndorf ist nicht mehr der Kurort, der er vor der Seehofer-Reform war", gab Schmidt in diesem Zusammenhang zu bedenken. Dieser dankte dem treuen Besucher und überreichte ihm - damit er noch weitere zehn oder 20 Jahre kommt - augenzwinkernd "etwas für die Gesundheit"- Nenndorfer Schlamm-Tropfen. Foto: jl

  2. Kommentare

    Bitte melden Sie sich an