HOHNHORST (jl). Wie schnell die Zeit doch vergeht - Mit diesen Worten hat Dennis Grages das Jubiläumsfest zum 50-jährigen Bestehen des Hohnhorster SPD-Ortsvereins eröffnet. Einen Grund, den es mal wieder zu feiern gelte, so der Ortsvereinsvorsitzende. Die herausfordernden Anfänge rief Willi Langhorst in Erinnerung. "1968 in Rehren einen SPD-Ortsverein zu gründen, war eine schwierige Sache", sagte das Gründungsmitglied, das den Vorsitz des Ortsvereins, damals noch unter dem Namen Haste-Rehren A.R., übernommen hatte. Die Bevölkerung bestand überwiegend aus Landwirten, die meist auch den Bürgermeister stellten. "Als wir unter der SPD angetreten sind, hat man uns beim Plakatierung sogar mit Steinen beworfen", berichtete der 83-Jährige. Dennoch: Die Zeichen standen auf Wachstum. "Ruckzuck hatten wir im Ortsverein 74 Mitglieder", erinnerte er sich. Bereits ein Jahr nach der Gründung verabschiedeten die Rehrener die auswärtigen Mitglieder, da sich auch in Haste, Hohnhorst und Idensen selbstständige Ortsvereine gründeten. Im Juli 1973 schlossen sich die Rehrener Genossen mit denen aus Hohnhorst und Ohndorf zum Ortsverein Hohnhorst zusammen - mit insgesamt 94 Mitgliedern, davon allein 68 aus Rehren. Langhorst: "Wir waren zwischenzeitlich sogar stärker als der Ortsverein Bad Nenndorf." Heute zählt man etwas mehr als 40 Mitglieder. Für diesen "Vorkampf" und das Aussitzen des "Shitstorms der anderen Art" dankte Mark Schäfer, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Hohnhorster Rat, Willi Langhorst und auch dessen Cousin Heinrich Langhorst, ebenfalls Gründungsmitglied und damaliger Kassierer. Mit dem Hinweis, dass der Veranstaltungsort in der Alten Schule in Ohndorf trefflich passe -"weil Bildungspolitik schon immer ein Kernanliegen der Sozialdemokraten war und ist"- leitete Schäfer zum aktuellen politischen Geschehen über. Von dem berichteten Landrat Jörg Farr, Landtagsabgeordneter Karsten Becker und Bundespolitikerin Marja-Liisa Völlers. Gleichwohl überbrachten sie auch ihre Glückwünsche. Die SPD in Schaumburg habe enorm von ihrer Vielfalt und Verankerung in den Dörfern wie in Hohnhorst profitiert, sagte etwa Becker. So ähnlich sah es Völlers - Heimat bedeute, sich vor Ort für die Menschen einzusetzen - und versprach, zum 100. Geburtstag wiederzukommen. Landrat Farr nahm die Feier zum Anlass, das Engagement der Politiker auf kommunaler Ebene zu würdigen. Eine Gruppe Ehrenamtler, die seiner Meinung nach oft vergessen werde. Dabei sei es kein einfacher Job, schließlich müssten sie sich im Wohnort für politische Entscheidungen rechtfertigen. Foto: jl
-
"1968 einen SPD-Ortsverein zu gründen, war eine schwierige Sache"
Hohnhorster SPD feiert ihr 50-jähriges Jubiläum / Willi Langhorst blickt auf die Anfänge zurück
Dieser Eintrag wird bereitgestellt durch Schaumburger Wochenblatt | Impressum
