1. Gedenken an die Opfer des II. Weltkrieges

    WIR-Veranstaltung zum Kriegsende vor 73 Jahren / Der Frieden nicht aufs Spiel setzen

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    STADTHAGEN/LANDKREIS (bb). Bei einer von der Wählerinitiative "Wir für Schaumburg" (WIR) organisierten Veranstaltung haben rund 40 Teilnehmer auf dem St. Martini-Friedhof in Stadthagen des Endes des II. Weltkrieges in Europa vor 73 Jahren gedacht. Sie erinnerten an die Millionen von Toten und hoben den Charakter des 8. Mai 1945 als Tag der Befreiung vom Faschismus hervor. Die Veranstaltung fand wie in den Vorjahren am Gräberfeld von 46 Zwangsarbeitern statt, die während des Krieges in Schaumburg arbeiten mussten und hier starben. "Das Gräberfeld mahnt uns, wachsam zu sein, den Frieden nicht aufs Spiels zu setzen", formulierte der WIR-Vorsitzende Richard Wilmers in seiner Ansprache. Zuvor hatte Wilmers betont, dass der 8. Mai 1945 mit der Kapitulation der Wehrmacht die Befreiung Europas vom Faschismus markierte, "der so unendlich viel Leid über die Menschen in Deutschland, in Europa und darüber hinaus gebracht hat". Er erinnerte an die Rede des ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker, in der dieser 1985 den 8. Mai als "Tag der Befreiung" benannte und damit einen Meilenstein in der öffentlichen Aufarbeitung der NS-Zeit in Deutschland setzte. Uwe Toepfer gab in seinem Beitrag "Der II. Weltkrieg - eine Bilanz in Zahlen" einen Eindruck von der Dimension des Leids. Gundi Donjes verlas die persönlichen Erinnerungen einer Zeitzeugin, die damals 20-jährig als "Halbjüdin" verfolgt, das Gefühl der Befreiung ganz unmittelbar erlebte. Zum Abschluss der von Sven Schnee musikalisch untermalten Veranstaltung legten die Teilnehmer Blumen an den Gräbern der Zwangsarbeiter nieder. Foto: bb

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