1. "Trauermärsche" vom Tisch

    Landkreis bestätigt, dass die Daueranmeldung als gegenstandslos zu sehen ist

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    BAD NENNDORF (jl). Damit dürften die Nazi-Aufmärsche in der Kurstadt am ersten August-Wochenende nun auch offiziell der Vergangenheit anhören: Der Landkreis hat die bis zum Jahr 2030 eingereichte Daueranmeldung rechter Demonstrationen vor dem Wincklerbad in der Bahnhofstraße für nichtig erklärt - allerdings schon vor einigen Wochen. "Wir haben dem Anmelder schriftlich mittgeteilt, dass er zwei Jahre nicht erschienen ist und wir damit die Daueranmeldung als gegenstandslos betrachten", bestätigt Kreisrat Klaus Heimann auf SW-Anfrage. Eine Neuigkeit sie dies jedoch nicht. Das Schreiben ist seinen Angaben zufolge bereits Mitte März abgeschickt worden. Eine Reaktion habe es bis dato nicht gegeben. "Wir gehen davon aus, dass das Thema vom Tisch ist", so der Pressesprecher weiter. Über diesen Sachstand habe man vor gut einer Woche das Anti-Rechts-Bündnis "Bad Nenndorf ist bunt" (BNib) unterrichtet. Dessen ehemaliger Vorsitzender Jürgen Uebel hatte zuvor gegenüber dieser Zeitung bemängelt, dass sich der Kreis in der Causa nicht eindeutig gegen die Daueranmeldung positioniert. Dies hatte die Initiative ihrerseits in einem Schriftstück im März gefordert - und Uebel zufolge bis auf eine Eingangsbestätigung und ein Gesprächsangebot keine inhaltliche Rückmeldung erhalten. Jenes Zusammenkommen hat nun stattgefunden. Im Nachgang, erläutert Heimann, habe der Landkreis dem Bündnis auch schriftlich bescheinigt, dass die Behörde die Daueranmeldung aus dem Jahr 2009 als gegenstandslos erachtet. Auf seiner Facebook-Seite kommentiert BNib einen entsprechenden Bericht des NDR mit "Läuft nicht mehr". Foto: jl/Archiv

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