1. Die sechstbeste Pizza der Welt

    Knuspriger Erfolg: Sibin Musev holt sich Platz 6 bei der Pizza-Weltmeisterschaft in Parma

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    LAUENAU (jl). Als er seinen Namen hörte, stand ihm die Überraschung ins Gesicht geschrieben. Er fiel bei der Preisverleihung der "Campionato Mondiale della Pizza" im Palacassa Parma am Mittwochabend: "Sesto: Sibin Musev." Der Inhaber der Lauenauer Pizzeria & Pasteria "Zum Steinofen" hat sich mit seiner Pizza Classica-Variante auf den sechsten Platz der Weltrangliste gebacken - von 452 Teilnehmern allein in dieser Kategorie. Insgesamt waren 773 Pizzabäcker aus 44 Ländern in elf Kategorien bei der Weltmeisterschaft in Italien angetreten. Den deutschen Titel hatte er zu dem Zeitpunkt bereits erfolgreich verteidigt. Musev kann es kaum glauben. Doch einen Jubelschrei seiner mitgereisten Frau Nedi und zwei Umarmungen deutscher Mitstreiter später, steht er wieder auf der Bühne und nimmt die Gratulationen freudestrahlend entgegen. "Mit dem Sieg für Deutschland habe ich ja insgeheim ein bisschen gerechnet", verrät Musev am Telefon auf der Rückfahrt von Italien nach Deutschland. "Aber Platz 6 in der Welt habe ich wirklich nicht erwartet. Da war ich überrascht." Im vergangenen Jahr hatte er bereits den Landessieg und einen stolzen 20. Platz errungen. Den jetzigen Erfolg bescherte ihm eine Pizzakreation für Gourmets. "Statt Tomatensoße habe ich eine Creme aus grünem Spargel gemacht", so der Pizzaprofi. Dazu Burrata-Stracciatella (das ist nur das Innere des speziellen Mozzarellas), Rindertatar, Wachtelei und Bianchetto-Trüffel. "Das ist keine Pizza für jeden Tag", schmunzelt der Pizzeria-Chef. Sie sei sehr aufwendig, zum Beispiel müssten die Wachteleier genau auf den Punkt sein - was seine Frau hervorragend umgesetzt habe. Selbst Verzögerungen im Ablauf brachten die beiden nicht aus der Ruhe. "Wir waren gut vorbereitet", erzählt er. Heißt: Statt sechs Teigbällchen wie im vergangenen Jahr hatten sie dieses Mal gleich 25 vorbereitet. Nach und nach nahmen sie welche aus dem Kühlschrank heraus, um sie nach der stundenlangen Teigführung exakt zu temperieren. Als er nach 4,5 Stunden endlich an der Reihe war, habe er sich den besten Teig aussuchen können, so Musev. Bewertet wurden Vorbereitung, Geschmack und Beschaffenheit des Teiges und Schnelligkeit. Wie alles ablief, kann schon demnächst jeder selbst erleben. Denn eine Filmcrew begleitete das Paar bei dem Wettbewerb. "Das hat uns nur noch mehr motiviert, unser Bestes zu geben", sagt Musev. In rund vier Wochen soll der Beitrag bei Kabel eins ausgestrahlt werden. Und weil er schon jetzt Anfragen hat, wie denn seine Top-Ten-Pizza schmecke, stellt der "Zum Steinofen"-Inhaber Probiertermine in Aussicht. Bei denen - ein Datum steht noch nicht fest - können seine Gäste dann den weltklassigen Stracciatella-Tatar-Wachtelei-Trüffel-Belag auf Spargelcreme selbst genießen. Foto: jl

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