1. Die Gräben werden jetzt endlich gegraben

    Breitbandausbau in Schaumburg ist angelaufen / 9.000 Haushalte profitieren

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    LANDKREIS (jl). Es wird gebuddelt: Der geförderte Breitbandausbau für die unterversorgten Bereiche im Landkreis Schaumburg ist in die Ausführungsphase gestartet -"endlich mit einem Ausrufezeichen", sagte Landrat Jörg Farr beim symbolischen Spatenstich am Salinenplatz in Soldorf. Damit läuteten Vertreter der Telekom und des Landkreises sowie von Kommunen, Land und Bund die ersten Tiefbauarbeiten für das 17 Millionen Euro teure Vorhaben ein - wobei Kreis und Kommunen nur einen Bruchteil der Summe aufwenden müssen. Gearbeitet wird zunächst in Richtung Soldorf und Kleinhegesdorf sowie Großhegesdorf. Parallel startete der Ausbau im Ortsnetz Lindhorst, im Auetal und in Rinteln-Volksen. Zum Ende des Jahres sollen 9.000 Haushalte von den schnelleren Internetanschlüssen profitieren können - die entsprechenden Verträge natürlich vorausgesetzt. Dass nach gut zweieinhalb Jahren Vorbereitung die Zeit reif war, die Kupferkabel durch moderne Glasfasern zu ersetzen, darin waren sich alle Redner einig. "Ich freue mich wirklich, den gemeinsamen Startschuss für das Projekt geben zu können", sagte Farr. Die Zeit der "Sandwich-Position"- so habe sich der Landkreis zwischen der Antragsstelle mit den Ansprüchen der Fördergeldgeber und der Telekom als gewonnenen Dienstleister gefühlt - sei endlich vorbei. Denn: "Was in einem so langen Verfahren leidet, ist das Vertrauen der Bürger." Vielfach hatten diese, in der Sorge "abgehängt zu werden", nachgehakt, ob das Highspeed-Surfen überhaupt noch komme. Auch die Telekom habe gehofft, dass es früher losgehen kann, wie der Leiter des Produktions- und Betriebsmanagements Bernd Wilhelm betonte. Umso größer sei die Freude, "dass jetzt die Gräben gegraben werden". Der Ansporn: Schneller sein als die Bereitstellung der Fördermittel. Anfang des vierten Quartals sollen die Tiefbauarbeiten abgeschlossen sein. "Unser Plan ist, dass zu Weihnachten alle Haushalte mit mindestens 30 MBit/s surfen können", so Wilhelm. Damit attestierte er dem Landkreis "hervorragend versorgt" zu sein. Von einer dann gut erschlossenen digitalen Infrastruktur sprach die Landesbeauftragte für regionale Landesentwicklung (Leine-Weser) Heike Fliess. Der Landkreis müsse sich aber auch überlegen, wie er damit umgehe, wie sich das in der Bildung, medizinischen Versorgung, Wirtschaft und auch Verwaltung einsetzen lasse. Foto: jl

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