1. Verkauf der Tönsmeier-Gruppe steht an

    Investitionen in Höhe von 150 Millionen Euro sind notwendig

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    PORTA WESTFALICA (mk). Tönsmeier wird verkauft - zu diesem Schritt hat sich die Eigentümerfamilie entschieden. Die Tönsmeier Gruppe gehört zu den Top 5 der deutschen Entsorgungswirtschaft und beschäftigt an 70 Standorten mehr als 3000 Mitarbeiter. 2017 konnte das Unternehmen einen Umsatz von rund 500 Millionen Euro in Deutschland, den Niederlanden und Polen verbuchen. Allein am Sitz der Unternehmensgruppe in Porta Westfalica sind rund 400 Personen beschäftigt. Nach langer und sorgfältiger Prüfung habe sich die Eigentümerfamilie entschieden, einen strukturierten Prozess zum Verkauf der Gruppe an einen langfristig orientierten und finanzstarken Investor zu starten. Ein ausgewählter Kreis von Interessenten aus dem In- und Ausland wurde bereits angepsprochen. Ziel ist, noch im ersten Halbjahr 2018 zu einer Vereinbarung (Signing) zu gelangen. Als M&A-Berater wurde die KPMG mandatiert. Vor allem in Hinblick auf das Verpackungsgesetz, die Gewerbeabfallverordnung und die Einführung der Kreislaufwirtschaft in Polen sei die mittel- und langfristige Wachstumsstrategie festgesetzt worden. Hier hatte sich ein Investitionsbedarf in Höhe von mehr als 150 Millionen Euro ergeben, der zusätzlich zu den laufenden Investitionen anfallen wird. Aus diesem Grund haben Geschäftsführung, Aufsichtsrat und Gesellschafter in den letzten Monaten alle Optionen geprüft, wie diese Investition finanziert werden kann. Mit dem Ergebnis, dass die Weiterentwicklung der Gruppe unter einem neuen, kapitalkräftigeren Eigentümer allen anderen Lösungen vorzuziehen ist. Pressesprecher Boris Zügler betont, dass es darum gehe, einen Käufer zu finden, der für ein weiteres Wachstum des Unternehmens sorge. Der neue Investor soll den mittel- und langfristigen Plänen für einen weiteren Ausbau gerecht werden - der Standort Porta Westfalica bleibt bestehen. Jürgen Tönsmeier, Aufsichtsratsvorsitzender: "Wir haben uns bei unserer Entscheidung von der Prämisse leiten lassen, was langfristig im besten Interesse der Gruppe, ihrer Kunden und ihrer Mitarbeiter ist. Die Weiterentwicklung von Tönsmeier in eigener Regie wäre ein finanziell großer Kraftakt für das Unternehmen und die Familie. Diese Realität hatten wir als Eigentümer zu akzeptieren, auch wenn dies uns natürlich nicht leicht gefallen ist." Bernd Ranneberg, Sprecher der Geschäftsführung: "Das Management unterstützt die Entscheidung der Gesellschafter voll und ganz. Tönsmeier hat heute eine gute operative und finanzielle Basis und handelt deshalb vorausschauend aus einer Position der Stärke. Als leistungsfähiger Umweltdienstleister und mit einem in der Branche anerkannten technologischen Know-how sind wir für jeden neuen Eigentümer eine Bereicherung."

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