1. Neu gewählter Vizechef bleibt nur zwölf Stunden im Amt

    Nach Wahlen im Gewerbeverein: Klaus Rahde tritt wieder zurück / Unzufriedenheit und Misstöne waren zu vernehmen

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    Nach zehn Jahren gab zunächst Günter Ebertz den Vorsitz ab und zog sich komplett aus der Führungsriege zurück. Auf insgesamt 17 Jahre freudebringende Vorstandsarbeit könne er blicken: "Es war wirklich schön, ich habe nichts vermisst." Jetzt sei es aber an der Zeit für "frisches Blut". Und das fließt in dem 58 Mitglieder zählenden Gewerbeverein jetzt mit Ursula Rugel. 12 von 19 möglichen Stimmen entschieden sich in geheimer Wahl für die "Floristika"-Inhaberin. Sie war die einzige Kandidatin. Auch die bisherige Stellvertreterin Gabriele Schlüter und Schriftführer Rüdiger Grohs kandidierten nicht erneut. Ihre Ämter gingen an Klaus Rahde, der zuvor den Vorsitz abgelehnt hatte, und Dorothea Siegmann. "Wir hatten Sorge, dass der Gewerbeverein untergeht", sagte der einstimmig gewählte Rahde. Rugel - wegen Heiserkeit hatte sie die Sprecherrolle abgegeben - und er hätten sich daher bereiterklärt, die Führung des Vereins zu übernehmen. "Wir wollen weitermachen, auch wenn wir als Neulinge im Moment vielleicht noch ungeschickt sind", so Rahde. Die Öffentlichkeitsarbeit übernimmt Petra Rahde von ihrem Mann. Siegmanns Aktivkreisleitung ging an Julian Höhle. Die Kasse bleibt bei Karl-Heinz Schlüter, dessen Posten nicht zur Wahl stand. Kaum war die Versammlung für geschlossen erklärt, klang bei Gabriele Schlüter und Grohs allen Anschein nach Unzufriedenheit über den Ablauf der Neuaufstellung durch. Vor allem erste zeigte ihren Unmut. Konkretes war zwar nicht herauszubekommen, Rahde, den die Worte offenbar unvorbereitet trafen, entschuldigte sich jedoch mehrfach. Am Montag bestätigte er auf SW-Anfrage, noch am Sonnabendmorgen seinen Rücktritt erklärt zu haben. "Ich habe für mich festgestellt, dass Politik und Vereinsleben nichts für mich sind", sagte er und fügte hinzu: "Ich bin eher der Harmoniemensch." Auf die Frage, ob sein Rückzug in Verbindung mit den angeklungenen Misstönen stehe, erwiderte er nur: "Das ist sicherlich der Hauptgrund." Er wolle Freundschaften nicht gefährden. Mehr Informationen wollten aber weder er noch Schlüter, die eine Stellungnahme gänzlich ablehnte, preisgeben. Rahde zieht sich jetzt nach eigenen Angaben zurück, "wenn aber meine Hilfe gebraucht wird, bin ich da". Bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung soll der Posten des Stellvertreters neu besetzt werden. Wie das diesjährige Veranstaltungskonzept aussieht, ist ebenfalls noch offen. Der Vorstand will dazu erst noch tagen und in vier bis sechs Wochen seine Ideen präsentieren. Gesichert sei die Präsenz beim Weihnachtsmarkt, der "uns am Herzen liegt". Bernd Oberheide regte im Zuge dessen an, die Lange Straße mit Weihnachtsbäumen zu bestücken. Noch-Aktivkreisleiterin Siegmann hatte eingangs berichtet, dass das Altweibersommerfest unter dem regnerischen Wetter gelitten hatte. Laut Kassenwart Schlüter riss der Traditionsevent ein unteres vierstelliges Minus in die Kasse. Nur der Martinimarkt habe ein Plus abgeworfen. Darüber hinaus will sich der Gewerbeverein um eine erneute Beisitzerfunktion im Bauausschuss, wie er sie vor einigen Jahren bereits innehatte, bemühen. Foto: jl

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