1. Grünes Pulver rieselt aus einem Umschlag

    19 Mitarbeiter des Amtsgerichtes betroffen - fünf mit Symptomen ins Klinikum eingeliefert / Gefahrguteinsatz der Feuerwehr

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    RINTELN (ste). Wegen eines m√∂glichen Giftanschlags ist das Amtsgericht gestern vollst√§ndig ger√§umt worden. Mehrere Menschen sind durch ein bisher unbekanntes Pulver verletzt worden. F√ºnf Betroffene zeigten 'Äûklinische Smptome'Äù - 14 weitere Personen wurden vorsorglich medizinisch betreut. Um 11.10 Uhr ging bei der Polizei Rinteln die Information ein, dass es am Amtsgericht Rinteln nach dem √ñffnen eines Briefumschlages in der Poststelle zu gesundheitlichen Beschwerden von Mitarbeitern gekommen ist. Aus dem Briefumschlag ist eine gr√ºne, pulverige Substanz auf einen Tisch der Poststelle gerieselt, die sich in der Wachtmeisterei befindet. Die Herkunft des Briefes ist bislang nicht bekannt. Das Amtsgericht wurde sofort ger√§umt und weitr√§umig abgesperrt. 70 Einsatzkr√§fte mehrerer Feuerwehren bauten eine Dekontaminationszelt auf. 19 Personen wurden medizinisch betreut, f√ºnf davon mit klinischen Symptomen wie √úbelkeit, Schwindel und Kopfschmerzen wurden in die n√§chstgelegenen Krankenh√§user gebracht. Am fr√ºhen Nachmittag trafen die Experten des Landeskriminalamtes um den Chefchemiker Chrisitan Vidal mit dem mobilen Labor ein, um die Substanz zu untersuchen. Das 500 000 Euro teure Gef√§hrt ist seit Mai 2017 in Diensten des Landeskiminalamtes. Vidal hat das Gef√§hrt selbst geplant und es erm√∂glicht direkt am Tatort schon wichtige Analysen, einzigartig in Deutschland. In speziellen Chemikalienschutzanz√ºgen hatten Feuerwehrkr√§fte die ausgetretene Substanz gesichert. Die Spezialisten f√ºr Bio- und chemische Kampfstoffe analysierten das Pulver. Ein abschlie√üendes Urteil war vor Ort nicht m√∂glich. Allerdings konnte Vidal ausschlie√üen, dass es sich um einen biologischen Kampfstoff der 'Äûschmutzigen Zw√∂lf'Äú oder um einen atomaren Stoff handelt. Aufgrund der geringen Menge ist eine exakte Analyse erst im Labor des LKA m√∂glich.

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